Der Schaden ist hoch

Extreme Hitze ließ Zigtausende Fische sterben

Steiermark
26.08.2026 05:30

Noch gibt sich der Hitzesommer 2026 nicht geschlagen. Gewässer, die sich heuer massiv aufgeheizt haben, nahmen Unmengen von Fischen buchstäblich den Atem. Zehntausende von ihnen starben, der Schaden ist groß.

Die Steirer essen gerne Fisch, auch jenen, der den klaren Gewässern der eigenen Heimat entsprungen ist. Doch schon bisher war es so, dass das Angebot die Nachfrage nicht erfüllen konnte – mit einem Selbstversorgungsgrad von acht Prozent nicht einmal im Ansatz. 

Eine Steigerung wird seit Jahren angestrebt, erst kürzlich bestätigte Marlies Haas, die neue Geschäftsführerin des Teichwirteverbandes, dass man auf einem guten Weg sei. Doch Probleme speziell mit Wasserrecht und Raubtieren bremsen eine zügige Entwicklung. Und heuer gibt es sogar einen Rückschlag.

Marlies Haas, Geschäftsführerin des Teichwirteverbandes, weiß, welche herben Verluste ...
Marlies Haas, Geschäftsführerin des Teichwirteverbandes, weiß, welche herben Verluste steirische Produzenten heuer erlitten haben(Bild: Jürgen Fuchs)

Wassertemperaturen von bis zu 33 Grad
„Weil es, der Hitze geschuldet, herbe Verluste gibt, die sich auch finanziell dramatisch niederschlagen“, erklärt Haas. Denn die Temperaturen im Wasser stiegen an – viel mehr, als es Fische aushalten. „Die Forelle etwa hat schon ab 19 Grad Wassertemperatur geringe Überlebenschancen, der Saibling kämpft ab 20 Grad. Der Karpfen fühlt sich bis 25 Graz wohl – doch die Gewässer hatten teils bis 33.“

Sie selbst hat einen gesamten Teich verloren – mit Tausenden Karpfen! Obwohl der Sauerstoffgehalt penibel überprüft wurde, am Tag davor noch stimmig war. „Der Teich ist aber über Nacht plötzlich gekippt, weil die Algen den tagsüber produzierten Sauerstoff verbraucht haben.“ Die Fachfrau, die auch die bekannten Saazer Teiche unter ihren Fittichen hat, kann aber beruhigen: „Wir können den Verlust kompensieren und unsere Kunden problemlos bedienen.“

Andere sind nicht in so einer guten Lage. „Ich höre vereinzelt von Ausfällen um 50 Prozent. Generell sind aber alle heuer am Limit.“

Belüftungsaggregat braucht 40 Liter Diesel am Tag
Wie die Preise sich damit entwickeln, sei noch nicht seriös abschätzbar. Aber eine Tendenz lässt sich vermuten, denn die Produktionskosten sind in den Himmel geschossen. Haas: „Das Einzige, was gegen den fehlenden Sauerstoffgehalt im Wasser hilft, ist Belüftung mittels Strom. Wer das nicht hat, braucht ein Aggregat. Allein das benötigt 40 Liter Diesel – am Tag...“

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