11.04.2017 15:20 |

Maßnahmen gefordert

Radfahrer im Straßenverkehr eine "große Gefahr"?

ORF-Moderator Hanno Settele hat kürzlich in sozialen Medien über zwei rücksichtslose Radfahrer berichtet. Die beiden hätten in Wien ein Stoppschild an einer Kreuzung überfahren - Settele musste daraufhin eine Notbremsung einlegen. Als "Dank" für seine rasche Reaktion bekam er danach verständnislos den Vogel gezeigt. Seitdem sind die Streitigkeiten zwischen Pedalrittern und Autofahrern wieder in aller Munde und neu entbrannt. Dass Radfahrer oftmals als besondere Gefahr für den Verkehr gesehen werden, belegt nun auch eine Umfrage in Wien.

Infolge der Berichterstattung über den Settele-Vorfall wurde auch auf krone.at über Rad- sowie Autofahrer heftig diskutiert und einmal mehr gefordert, dass Fahrräder verpflichtende Nummerntafeln bekommen sollten. So schreibt etwa User Aletheia: "Seit Jahrzehnten werden Kennzeichen für alle Fahrzeuge, somit auch für Fahrräder, gefordert. Wer anonym und schnell davonschlüpfen kann, wird dies auch ausnutzen."

"Radfahrer halten sich an keine Regeln"
Die Mehrheit unserer User ist sich jedenfalls einig: Die Radler würden fahren wie sie wollen - obwohl die gängigen Vorrangregeln und Beschilderungen für Radfahrer genauso wie für Autofahrer gelten. User Amalie kommentierte: "Die Wut des Settele kann man nachvollziehen. Radfahrer halten sich an keine Regeln!"

Pedalritter leben auf Wiens Straßen gefährlich
Das allerdings kann durchaus gefährlich werden. Nicht zu Unrecht gelten Radler - neben Fußgängern - als die schwächeren Verkehrsteilnehmer, Stichwort: nicht vorhandene "Knautschzone". Bei Unfällen haben Pedalritter in den meisten Fällen das Nachsehen, tragen oftmals schwere Verletzungen davon - und gerade Erwachsene nehmen es mit entsprechendem Schutz, also dem Tragen des Fahrradhelms, auch nicht immer so genau.

49 Prozent der Wiener: "Radfahrer stellen Gefahr dar"
Nun kam auch eine Umfrage - 1000 Personen wurden um ihre Meinung gebeten - im Auftrag der VAV-Versicherung zu dem Ergebnis, dass Radfahrer in Wien als große Gefahr angesehen werden. Das empfindet knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten. Noch größere Gefahrenquellen orten die Befragten hinsichtlich zu hoher Geschwindigkeit, Schwerverkehr, schlechter Sichtverhältnisse und Motorrad- bzw. Mopedfahrern.

Ruf nach verpflichtenden Kursen
Um diesem Problem entgegenzuwirken, sprechen sich die Befragten unter anderem für verpflichtende Kurse für Radfahrer und die Ablegung einer Prüfung aus.

 krone.at
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