06.11.2006 14:44 |

CO2-Wahnsinn

Weltklimagipfel in Nairobi eröffnet

Die dramatischen Auswirkungen der Erderwärmung stehen im Mittelpunkt des Weltklimagipfels, der am Montag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi eröffnet wurde. In den kommenden beiden Wochen beraten dort Politiker, Wissenschafter und Umweltschützer aus rund 190 Staaten über ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll.

Das Kyoto-Protokoll sollte den Ausstoß an so genannten Treibhausgasen wie Kohlendioxid stoppen. Dies ist bisher nicht im gewünschten Umfang gelungen. Viele Delegierte hoffen nun auf ein Zeichen aus den USA, die als größte Industrienation für rund 21 Prozent der Treibhausgase verantwortlich sind. Es gilt aber als sehr unwahrscheinlich, dass sich die Regierung von Präsident Bush zu verpflichtenden Zielen bei der Reduzierung des Ausstoßes an Treibhausgasen bereit erklären könnte. Die US-Regierung setzt auf freiwillige Verpflichtungen der Industrie.

In den kommenden beiden Wochen werden die Delegierten in vertraulichen Sitzungen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel präsentiert bekommen. Sie sollen im kommenden Jahr in einem umfangreichen UN-Bericht veröffentlicht werden.

Aber auch schon die zuletzt bekannt gewordenen Forschungsergebnisse geben Anlass zur Sorge: So ist die durchschnittliche Temperatur auf der Erde auf ein Niveau gestiegen, das es zuletzt vor 12.000 Jahren gab. Besonders deutlich war der Anstieg dabei in den vergangenen 30 Jahren, wie US-Forscher im September berichteten.

Die NASA berichtete im vergangenen Monat von einem "dramatischen" Abschmelzen der Eismassen in Grönland. Britische Klimaforscher meldeten im vergangenen Monat, dass rund ein Drittel der Erde von Dürren betroffen sein könnte, wenn die Klimaveränderung nicht gestoppt wird.