"Schaffen auch Jobs"

EU-Digitalkommissar gegen Steuer auf Roboter

Wirtschaft
22.03.2017 09:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

EU-Digitalkommissar Andrus Ansip hat sich gegen eine Steuer auf Roboter ausgesprochen. Die eigentliche Herausforderung für die Politik im Zuge der Digitalisierung bestehe stattdessen darin, "den Menschen die richtigen Fähigkeiten für die neu geschaffenen Arbeitsplätze zu vermitteln", so Ansip gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

"Ich glaube, dass der Fortschritt am Ende immer mehr neue Jobs schafft als er zerstört", sagte Ansip. Es sei jedoch klar, dass sich die Arbeitswelt verändere und sich einige Wirtschaftszweige neu aufstellen müssten: "Leute, die eine Steuer auf Roboter fordern, haben eine negative Meinung zu ihrer Nutzung - selbst in Europa und insbesondere in Deutschland, einem globalen Marktführer in der Robotik. Man kann den Fortschritt nicht aufhalten. Er wird kommen - mit oder ohne uns."

"Natürlich", so der EU-Digitalkommissar weiter, "kann man alles Mögliche besteuern, aber meiner Meinung nach ist der Zweck einer Steuer nicht nur, staatliche Einnahmen zu generieren, sondern auch das Verhalten der Menschen zu ändern. Das hat Sinn bei der Besteuerung von Tabak, Alkohol oder dem Verbrauch natürlicher Ressourcen."

Künstliche Intelligenz und Robotik seien dagegen wichtig für Europas Wettbewerbsfähigkeit. Ihr Einsatz verbessere auch das tägliche Leben. "Roboter können durch Steigerung der Produktivität auch Arbeitsplätze schaffen. Unsere eigentliche Herausforderung besteht darin, den Menschen die richtigen Fähigkeiten für die neu geschaffenen Arbeitsplätze zu vermitteln", sagte der einstige Ministerpräsident Estlands.

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