Düster und schnell

HIM präsentieren “Lovemetal”

Musik
03.04.2003 18:53
Das neue HIM-Album "Lovemetal" wird Fans gleichzeitig überraschen und zufrieden stellen. Einerseits haben die düsteren Finnen-Rocker schon lange nicht mehr so genüsslich in die Saiten gegriffen, andererseits sind auch wieder Radio-taugliche Mid-Tempo-Nummern enthalten. Plus: Das Interview mit Ville Valo.
kmm
Am neuen Album ging es den Mannen rund um Frontmannund Bandleader Ville Valo weniger um eine musikalische Weiterentwicklungals um ein Statement: "Lovemetal" sollte die Band nicht neu, aberendlich fix definieren. "Wir machten immer schon Lovemetal", meintVille Valo im Krone.at-Interview und wehrt sich zugleich gegendas Klischee, er sei ein Gruftie, oder "Goth", wie es modernerheißt: "Sehe ich so aus?", fragt er im Interview und unsbleibt nichts anderes übrig, als wissend zu schmunzeln unddem Sänger Recht zu geben. Valo: "Melancholie liegt in unsererfinnischen Natur".
 
"Lovemetal" steht aber noch für mehr: es sollzugleich eine Erklärung für das rätselhafte "Heartagram"sein, das nun auch das neue Albumcover ziert.
 
Valo gewährt uns aber noch tiefere Einblicke,zum Beispiel wie das Album zustande kam: "Wir haben 1,5 Jahream neuen Album gearbeitet und alle möglichen Einflüsseverwendet". Was für Einflüsse das sein könnten?Valo: "Ich stehe total auf Johnny Cash und Roy Orbison". Klar,hört man dem Album auch total an . . .
 
Ernsthaft: "Lovemetal" ist das bisher vielleichtstärkste Album der Finnen-Rocker (um nicht "Goths" zu verwenden).Mit "Buried alive by love" startet der Longplayer gleich mit einemrichtigen Fetzer: schnell, hart und kompromisslos. Song Nummer2 gibt dann die radiofreundliche Richtung vor: kein Wunder, schließlichhandelt es sich um die erste Singleauskoppelung "The Funeral ofHearts" - eine Mid-Tempo-Nummer mit eingängigen Riffs, ohrwurmartigenRefrain und durch und durch auf Charts getrimmt (was bei HIM abernoch nie ein Fehler war). Danach wechseln sich schnelle, mittelschnelleund langsame Songs ab, wobei das erhöhte Tempo stets dieOberhand behält.
 
Nach seinem Lieblingssong am neuen Album befragt,antwortet Valo wie aus der Pistole geschossen: "Sweet Pandemonium"- eine klassische Mid-Tempo-Nummer in dem Stil, der HIM berühmtgemacht hat. Kein Wunder also, finnische Wälder und Melancholieund so.
 
Schlusswort: Ein unerwartet großartiges Album,das uns HIM abgeliefert haben, dass in seiner Komplexitätseine Vorgänger locker ins Eck stellt.
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