Kurioser Prozess

Wegen Tritt Kind geklagt

Oberösterreich
13.03.2017 16:10

Zuviel Zivilcourage ist ungesund. Diese Erfahrung machte ein Innviertler (60), als er sich im August 2014 beim Liedertafelfest in Mining mit einem Fünfjährigen "anlegte". Der Bub trat den Senioren gegen das Schienbein. Der aber leidet unter Krampfadern, musste in Folge neun Tage ins Spital und klagte auf mehr als 5000 Euro Schadenersatz.

Der Knirps hatte mit den Füßen gegen die Zierkappe eines Autos getreten. Der Wagen gehörte seinen Eltern. Das wusste der 60-Jährige aber nicht, als er sich einmischte und zu dem Buben sagte: "Hör auf!". Der Bub konterte frech: "Soll ich dir auch eine treten?" Daraufhin platzte dem Senioren der Kragen und er schnappte das Kind am Hals. Der Fünfjährige trat dem 60-Jährigen gegen das Schienbein und lief weg.

Das juristische Nachspiel ist kurios: Weil der 60-Jährige deswegen neun Tage im Spital behandeln werden musste, klagte er das "Gfrast" auf 5173 Euro Schadenersatz, verlor aber am Landesgericht Ried die Berufung.

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