Passagiere gefangen

Hamburg: Starkstromleitung auf ICE-Zug gestürzt

Ausland
20.02.2017 06:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine 15.000-Volt-Oberleitung ist am Sonntagabend im Hamburger Hauptbahnhof gerissen und auf einen einfahrenden ICE gestürzt. Ein Teil der mehr als 400 Fahrgäste in dem Schnellzug aus München sei über Stunden festgesessen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Verletzt worden sei aber niemand.

Der ICE hatte sein Ziel fast erreicht, als gegen 18.30 Uhr die Oberleitung aus noch ungeklärter Ursache riss. Die ersten Waggons waren bereits am Bahnsteig. Die Leitung fiel auf den hinteren Zugteil. Sie musste zunächst geerdet werden, weil die Gefahr eines Stromschlags bestand. Gegen 20 Uhr konnten die ersten 150 Passagiere den vorderen Zugteil verlassen.

Weitere Panne während der Bergung
Jene Fahrgäste, die im hinteren Teil des Schnellzuges gefangen waren, mussten noch länger ausharren. Aus Sorge vor Stromschlägen wurden zeitweise kleinere Straßen am Hamburger Hauptbahnhof gesperrt. Auch eine Fußgängerbrücke war betroffen. Zudem kam es beim Abschleppen des Zuges Richtung Hauptbahnhof zur nächsten Panne: Die ziehende Lok hatte eine defekte Kupplung. Aus diesem Grund sahen sich die Rettungskräfte gezwungen, die restlichen Passagiere auf freier Strecke aus den Waggons zu helfen.

Augenzeugen sahen mehrere Blitze
Augenzeugen berichteten nach dem Vorfall von mehreren Blitzen unmittelbar vor dem abrupten Stopp des Zuges. Auch das Bordpersonal dürfte die Blitze gesehen haben. "Ich hörte, wie sie sich darüber unterhielten, ob es vielleicht eine Hakenkralle gewesen sein könnte, die in der Oberleitung hing", berichtete eine gerettete Frau gegenüber bild.de.

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