Reisende ohne Angst

Polizeipräsenz hilft Wirtschaft am Linzer Bahnhof

"Das ist nicht gut, wenn Reisende nur schnell durch den Bahnhof hetzen, vor Flüchtlingen flüchten, um rasch in Sicherheit zu sein  - sie sollen sich Zeit lassen, um auch konsumieren zu können", sprach ein Geschäftsmann des Linzer Hauptbahnhofs sicher vielen Kollegen von der Seele. Er glaubt, dass die verstärkte Polizeipräsenz Sicherheit vermittelt und damit der Wirtschaft hilft.

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Seit gestern, Dienstag, patrouillieren im Linzer Hauptbahnhof auch zwölf Polizisten einer Spezialgruppe. Sie sollen gemeinsam mit Kollegen der Bahnhofspolizei und der ÖBB-Security den Benützern des Verkehrsknotenpunkts wieder Sicherheit vermitteln. Mehrere Gewalttaten in den vergangenen Wochen hatten den Linzer Hauptbahnhof wieder einmal zu einem Risikogebiet gemacht. Deshalb wurden -  wie berichtet -  bei einem Lokalaugenschein mit dem designierten Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter weitere Maßnahmen beschlossen.

"In erster Linie sind wir präventiv da, damit sich die Leute wieder sicher fühlen", umriss dabei Pogutter das vorrangige Ziel. Und dieses Ziel wurde schon am ersten Tag der massiven Überwachung erreicht, wie ÖBB-Sprecher Karl Leitner am Dienstag bestätigte: "Die Wirkung hat sofort eingesetzt, es ist spürbar besser!" Wichtig sei natürlich, dass die verstärkte Präsenz der Polizei langfristig vorgesehen ist. "Sonst haben wir das alte Problem gleich wieder  - aber das geht nicht, dass Fahrgäste hier am Bahnhof belästigt werden und sich fürchten", so Leitner.

Auch mit Alkoholverbot und beschränktem Internetzugang am Linzer Hauptbahnhof wird man sich nun befassen, um das Herumlungern von Ausländergruppen zu stoppen. Dazu will man eine Versuchsreihe des Wiener Bahnhofs abwarten.

Johann Haginger/Kronen Zeitung

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