Sie wollten sich das Geld für die reguläre Schlachtung sparen und griffen bei einem Bauern im Tiroler Unterland selbst zum Messer. Doch die zwei Serben betäubten die drei Zeigen vor dem Schächten nur mit Schlägen auf den Kopf. Wegen Tierquälerei bekamen sie am Montag am Landesgericht in Innsbruck ordentliche Geldstrafen.
30 Euro verlangte der Bauer pro Ziege, und weitere 20 Euro, wenn er die Tiere auch schlachten soll. Doch das Geld wollte sich ein Brüderpaar offenbar sparen. Und da der Bauer keinen Schlachtschussapparat hatte, betäubten die beiden die drei Ziegen auf ihre Art. Mit einer Eisenstange und einem Hammer schlugen sie den Ziegen auf den Schädel. Dann erfolgte der Schnitt durch den Hals.
Nachbarn beobachteten den Vorfall und alarmierten den Tierarzt, der sofort zur Tat schritt und das Brüderpaar anzeigte. Am Montag saßen die beiden Serben (62, 52) wegen Tierquälerei vor der Richterin am Landesgericht, weil sie den Ziegen unnötige Qualen zugefügt hatten. Das würden dort alle so machen, sagten die beiden aus aber auch, dass sie wussten, dass diese Methode hier in Österreich illegal wäre. Man würde das nie wieder tun, versprach das Brüderpaar. Richterin Helga Moser verhängte über beide je 800 € Geldstrafe. Nicht rechtskräftig.
Stefan Ruef, Kronenzeitung
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