Feuerteufel gesucht

¿Kein klassischer Krimineller¿

Oberösterreich
18.10.2006 09:56
Seit den jüngsten zwei Bränden im Innviertel ermittelt die Polizei auf Hochtouren. Neue Verdachtsmomente gibt es aber nicht. Jetzt wurden flächendeckend Flugblätter verteilt, die bei der Jagd nach den Tätern helfen sollen. Man geht von einem „konfliktbeladenen Menschen“ als Zündler aus und nimmt auch den kleinsten Hinweis ernst.

„Dem würde ich zutrauen, dass er bei einem Streit zur Waffe greift!“: Wer so über gewisse Mitbürger aus dem eigenen Ort denkt, ist nun aufgefordert, sich bei der Polizei zu melden. Denn die sucht bei ihren Brandleger-Ermittlungen im Innviertel nach jedem Anhaltspunkt - und sei er noch so klein. Im Mittelpunkt der Fahndungen stehen derzeit nicht klassische Kriminelle, sondern eben so genannte „konfliktbeladene Menschen“. 

„Personen, die vom eigenen Umfeld bemitleidet würden, wenn sich herausstellt, dass das der Täter ist. Weil er vielleicht aus einer angesehenen Familie kommt“, erklärt Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Gleichzeitig will die Polizei verhindern, dass jemand vorverurteilt wird.  „Das ist mühevoll!“, gibt Lißl zu. 

Wie es überhaupt die ganze Innviertler Brandserie ist. „Denn dass es sofort wieder brennt, nachdem ein möglicher Täter ausgeforscht ist, gibt es ganz selten“, so der Sicherheitsdirektor. Seit Dezember 2005 hat es in der Region rund um Altheim 16-mal gebrannt, erst ein Fall („Silvesterbrand Altheim“) gilt derzeit als restlos geklärt.

 

 

Foto: Vitzthum

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