Mi, 18. Juli 2018

Autonome Anlage

16.01.2017 20:50

"Tempobremse" ist noch nicht entschärft

Tempo 130, 100 oder 80 km/h - Die "Tempobremse" bei der Wörthersee-Rast sorgt weiterhin täglich für gefährliche Situationen! Obwohl hier die Verkehrssicherheit nicht gegeben ist, scheren sich die Behörden seit mehr als einem Jahr nicht darum. "Es muss wohl erst etwas passieren", tobt ARBÖ-Chef Thomas Jank.

Zum Schutz der Anrainer, die unsichtbar hinter Wänden leben, wurde die "Tempobremse" im Zuge des Baus der Wörthersee-Rast verordnet. Nimmt der lärmende Verkehr zu, wird das Tempo von 130 auf 100 reduziert. Doch seit mehr als einem Jahr schaltet die österreichweit einzige völlig autonom werkende Anlage bis auf Tempo 80 herunter. "Autofahrer steigen in die Eisen, wenn dann plötzlich ohne Vorwarnung 80 aufblinkt", schildert ARBÖ-Chef Thomas Jank: "Das ist extrem gefährlich und rechtlich auch nicht zulässig!" Im Normalfall müsste das Tempo stufenweise reduziert werden. Totzdem fühlt sich niemand genötigt, etwas dagegen zu unternehmen:"Wir sind nicht zuständig", heißt’s etwa von Seiten der Asfinag: "Die Anlage ist verordnet und wir dürfen sie nicht so einfach abschalten."

Auch nicht bei Gefahr in Verzug? Straßenbau-Referent Gerhard Köfer wollte - obwohl auch nicht zuständig - die Anlage abdrehen, blieb jedoch scheinbar selbst im Behördendschungel stecken: "Mir wurde bereits im Sommer mitgeteilt, dass das System mit Oktober abgedreht wird." Passiert ist dennoch nichts: "Für mich ist’s eine Schikane der Asfinag gegenüber Autofahrern." Ein Fall könnte die "Tempobremse" für Gernot Darmann sein, der als Landesrat für Verkehrssicherheit zuständig ist, aber dennoch auf das Ministerium verweist.

Dabei gibt’s mittlerweile sogar ein Gutachten, wonach ein fixer 100-er die "Tempobremse" ablösen sollte. Wann er kommt? Es wird wohl Jahre dauern…

Hannes Wallner, Kärntner Krone

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