Nach dem Megaseller "Black Market Music" wartete alles gespannt auf das Nachfolgealbum von Placebo. Jetzt ist es da, nennt sich "Sleeping with Ghosts" und hinterlässt beim Zuhörer ein zwiespältiges Gefühl.
Mit "Bulletproof Cupid" gehen es Brian Molkound Co gleich einmal ganz schön heftig an. Danach wird dasTempo teils merkbar gedrosselt und mit "The Bitter End" treffenwir bei Track 5 auf die erste Singleauskoppelung die so richtigschön nach Placebo klingt, ohne die Hitqualität vonSongs wie "Every you, every me" oder "Nancy Boy" zu entwickeln.
Ansonsten haben Placebo einiges dazu gelernt. Eswird auf jegliche Art von Statement verzichtet - kein Schadenim Pop-Business. Stattdessen schwelgt man in hedonistischen Fantasienund breiten Klangteppichen, die durch Producer Jim Abbiss (werkteschon mit Björk) elektronisch aufgepeppt wurden.
Was tat sich seit "Black Market Music" sonst noch?Um nicht mehr als Mann-Frau dazustehen hat sich Sänger Molkodie Haare nochmals eine Spur kürzer schneiden lassen undträgt bei Interviews jetzt prinzipiell schwarze Sonnenbrillen.Dafür sitzt das Make-up noch immer 1a und mit der Wandlungist es also wohl nix geworden. Macht nichts, weil Placebo magman einfach.
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