So, 21. Oktober 2018

"AdultFriendFinder"

14.11.2016 10:50

Sex-Kontaktbörse gehackt: 412 Mio. User am Pranger

Hacker haben bei einem Cyber-Einbruch bei der Seitensprung-Website "AdultFriendFinder" ("AFF") und einigen Tochter-Websites persönliche Daten von mehr als 400 Millionen Nutzern erbeutet. Es handelt sich um den wohl größten Datenraub, den die Erotik-Branche im Internet bisher verzeichnet hat. Selbst beim Hack von "Ashley Madison", der 2015 monatelang für Schlagzeilen sorgte, wurden "nur" 32 Millionen Konten abgegriffen.

412 Millionen Konten für Websites wie die Seitensprung-Börse "AdultFriendFinder", das Webcam-Portal Cams.com und andere Erotik-Angebote, die zum "Friend Finder Network" gehören, wurden bei dem jüngsten Datenraub abgegriffen, berichtet das IT-Portal "The Verge". Der Mega-Datenraub ist umso erstaunlicher, weil "AFF" bereits letztes Jahr gehackt wurde. Damals erbeuteten die Angreifer 3,5 Millionen Nutzerkonten, die Gefahr durch Hacker war den Betreibern also bewusst.

Der neue Hack zeigt, dass man die Daten der Nutzer trotzdem nicht schützen konnte. Mehr als 400 Millionen Nutzerkonten inklusive Informationen wie der E-Mail-Adresse und dem letzten Login wurden erbeutet und kursieren nun im Netz. Besonders sensible Informationen wie die sexuellen Vorlieben sind darin zwar nicht enthalten, in vielen Fällen dürfte aber allein die Mitgliedschaft bei einer Seitensprung-Börse die Nutzer erpressbar machen.

Zehnmal mehr Daten als bei "Ashley Madison" geraubt
Der Datenraub bei "AdultFriendFinder" und seinen Tochter-Websites dürfte einer der bislang größten Cyber-Einbrüche bei einer Erotik-Website gewesen sein. Selbst als vergangenes Jahr das Konkurrenzportal "Ashley Madison" gehackt wurde, erbeuteten die Angreifer "nur" rund 32 Millionen Nutzerdaten. Bei "AFF" sind nun mehr als zehnmal so viele Nutzerdaten abhandengekommen.

Freilich: Wie gefährlich der Hack für die Nutzer der Website wird, muss sich noch zeigen. Die Causa "Ashley Madison" lehrt jedoch, dass solch sensible Daten durchaus von Erpressern missbraucht werden können, die Nutzern solcher Portale damit drohen, sie zu outen. Möglich wäre das auch mit den Daten von "AFF" - zumal sie laut einer ersten Analyse des IT-Portals "ZDNet" echt sind.

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