Sa, 23. Juni 2018

Küniglberg

08.11.2016 08:51

Anrainer-Proteste: ORF-Umbau könnte sich verzögern

Der Umbau des ORF-Zentrums am Wiener Küniglberg könnte sich verzögern - darüber wurde am Montag der Finanzausschuss des Stiftungsrats informiert. Mit ein Grund dafür sind Anrainer-Proteste bzw. -Forderungen. Mögliche Konsequenzen auch für die Kosten soll der ORF anhand unterschiedlicher Szenarien berechnen und dem Stiftungsrat im März detailliert berichten.

Zuletzt hatten gleich mehrere Bürgerinitiativen von sich reden gemacht, die negative Folgen der Zusammenlegung aller ORF-Standorte im Mutterhaus fürchten. So gibt es einerseits Bedenken, dass die Parkplätze knapp werden könnten, wenn so viele zusätzliche Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz ins noble Hietzing verlegen. Daher will man vom ORF die Errichtung zusätzlicher Stellflächen, was auch in der Bezirksvertretung unterstützt wird. Andererseits gibt es Argumente gegen eine Erhöhung der Bus-Frequenzen und eine neue Linienführung der Öffis auf den Berg: zu laut, zu gefährlich für Kinder in der Nachbarschaft, so der Tenor.

Derzeit läuft noch das Flächenwidmungsverfahren, die Stellungnahme der Bezirksvertretung war laut einem "Presse"-Bericht im Oktober ablehnend. Im ORF wappnet man sich nun für die erste Verzögerung: "Wir sind davon ausgegangen, dass die Flächenwidmung bis Ende des Jahres im Gemeinderat beschlossen wird", sagte Projektleiter Pius Strobl. "Jetzt zeichnet sich aber ab, dass der Fahrplan möglicherweise nicht hält."

Das Bauverfahren kann freilich erst eingereicht werden, wenn die Flächenwidmung durch ist. Ursprünglich wollte man das im Sommer 2017 tun und kalkulierte mit einer Genehmigung innerhalb von sechs Monaten. 2018 wäre nach diesem Fahrplan Baustart. Allerdings: Gibt es Einsprüche mit aufschiebender Wirkung und geht das Verfahren durch die Instanzen, könnte sich all das deutlich nach hinten verschieben - bis um ein Jahr.

"Auswirkungen auf die Kosten"
Und das, räumt Strobl ein, hätte auch "Auswirkungen auf die Kosten". Nach derzeitigem Stand "könnte sich der Gesamtkostenrahmen von 303 Millionen Euro immer noch ausgehen", versichert er entgegen hartnäckiger Gerüchte, dass das Budget deutlich überschritten wird. Was eine Verzögerung für das Umbau-Budget bedeuten würde, müsse man nun prüfen: "Wir rechnen." Im Dezember wird es dazu einen Zwischenbericht für die Stiftungsräte geben, im März einen detaillierten.

Die Mitglieder des Finanzausschusses haben indes dort klar zum Ausdruck gebracht, dass trotz der "Hindernisse" sowohl Zeitplan als auch Budget eingehalten werden müssen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.