Fahrerflucht-Opfer

“Ich bin wütend, aber man ist einfach hilflos!”

Oberösterreich
06.11.2016 13:04

Wie es einem Opfer eines Fahrerfluchtunfalls geht, weiß der Linzer Karl Bruckmüller, der gestern, Samstag, seinen 47. Geburtstag feierte, nur allzu genau: Vor zwei Jahren  hatte ein Schwarzfahrer sein Auto gerammt - der Unfallverursacher floh, sein Opfer leidet noch immer: "Ich bin wütend - vor allem auch, weil man da einfach hilflos ist!"

"Krone": Derzeit wird in Zell am Moos ein fahrerflüchtiger Todeslenker gesucht - Sie waren ja auch Opfer eines gewissenlosen Unfalllenkers.
Karl Bruckmüller: Ich hab’ ja zum Glück überlebt, als ich auf der Fahrt zur Schichtarbeit an einer Kreuzung in Linz-Ebelsberg von einem Autorowdy, der mir den Vorrang genommen hat, gerammt worden bin.

"Krone": Er ist dann davon gefahren.
Karl Bruckmüller: Die Front seines 197-PS-Opels war hin, die Nummerntafel lag auf der Straße. Ich bin ausgestiegen, wollte ihm helfen - da hat er Gas gegeben und war dahin.

"Krone": Er wurde nicht überführt.
Karl Bruckmüller: Obwohl eine Ölspur fast bis zu seiner Werkstatt geführt hat. Die Nummern haben zu einem anderen Auto gehört, zwei Tage später hat er einen Diebstahl angezeigt. Weil der ermittelnde Beamte auf Urlaub ging, konnte der Täter das Fahrzeug verschwinden lassen.

"Krone": Wie geht es Ihnen jetzt zwei Jahre nach diesem Schock-Erlebnis?
Karl Bruckmüller: Ich war damals fünf Wochen im Krankenstand, kann meinen rechten Arm noch immer nicht richtig heben. Schmerzensgeld und Therapiekostenersatz gibt es ohne Täter nicht. Ich werde jedes Mal daran erinnert, wenn ich am Weg zur Arbeit an der Unfallstelle vorbei komme. Ich bin wütend!

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