Mo, 25. Juni 2018

Kokain-Drama

30.09.2016 09:15

Syrer schieben sich gegenseitig die Schuld zu

Weiter großes Bangen um jene 15-Jährige, die - wie berichtet - in Innsbruck von zwei Syrern in einen Kokain-Rausch versetzt und dann leblos auf den Stiegenaufgang eines Hauses am Südring gelegt wurde. Das Mädchen kämpft in der Klinik weiter ums Überleben, die beiden Männer beschuldigen sich indes gegenseitig.

Es ist wahrlich wie im schlechten Film: Dienstag Nachmittag wurde das Mädchen von Passanten leblos auf dem Stiegenaufgang entdeckt. Zwei Syrer hatten sie dort hingetragen, weil sie in Panik verfielen. Dem vorausgegangen war eine wilde Nacht, in der reichlich Alkohol floss und jede Menge Kokain konsumiert wurde.

In Obhut des Jugendamtes

Wie kann ein 15-jähriges Mädchen nur in solche Kreise geraten, fragen sich seitdem viele. Nach "Krone"-Informationen hatte es das Mädchen bisher alles andere als leicht. Schwierige Familiensituation, Streitereien, Drogen und Co. lassen die wahre Gefühlswelt der Jugendlichen nur erahnen. Außerdem soll sie sich schon seit längerer Zeit in Obhut des Jugendamtes befinden.

"Zustand weiter kritisch"

Das ist nun aber alles nur nebensächlich. Denn seitdem die 15-Jährige Dienstag kurz nach 14 Uhr erfolgreich reanimiert wurde, kämpft sie in der Innsbrucker Klinik ums Überleben. Von dort gab es Donnerstag leider auch keine positiven Neuigkeiten. "Ihr Zustand ist unverändert kritisch. Sie liegt nach wie vor auf der Intensivstation, ist derzeit zwar stabil, aber noch nicht über dem Berg", schildert Sprecherin Cornelia Seiwald auf "Krone"-Anfrage.

Die zwei verdächtigen Syrer (beide haben einen positiven Asylbescheid in der Tasche) wurden gestern hingegen noch einmal von der Polizei einvernommen. "Sie belasten sich gegenseitig. Der eine sagt, dass der andere dem Mädchen das Kokain gegeben hätte und umgekehrt", erklärt ein Ermittler.

Mehrfach einschlägig vorbelastet

Einer von ihnen - ein 22-Jähriger, der bereits mehrfach einschlägig vorbelastet sei - muss sich nun wohl ans Leben im Gefängnis gewöhnen. Er wurde Donnerstag bereits in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Sein Kollege wurde indes auf freiem Fuß angezeigt.

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