Mi, 20. März 2019
26.09.2016 06:51

Mitten im Wahlkampf

Netanyahu bei Clinton und Trump in New York

Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat am Sonntag dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu ihre Unterstützung zugesichert. Ein starkes und sicheres Israel sei für die Vereinigten Staaten essenziell, sagte sie laut einem Bericht der Zeitung "Haaretz" nach einem Treffen mit Netanyahu in New York.

Clinton wandte sich zugleich gegen jeden Versuch, eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts von außen zu erzwingen. Dies gelte auch für den UN-Sicherheitsrat, zitierte "Haaretz" aus einer Mitteilung der Clinton-Kampagne.

Trump: Jerusalem soll ungeteilte Hauptstadt Israels sein
Zuvor hatte der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump bei einem Treffen mit Netanyahu laut "Haaretz" gesagt, er würde Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkennen. Trump stimmte demnach zugleich zu, dass militärische Hilfe für Israel und eine Kooperation bei der Raketenabwehr "eine ausgezeichnete Investition für Amerika" seien.

Im Nahost-Konflikt ist der künftige Status Jerusalems mit heiligen Stätten von Juden, Muslimen und Christen besonders heftig umstritten. Israel beharrt auf Jerusalem als seiner "ewigen und unteilbaren" Hauptstadt. Dagegen beanspruchen die Palästinenser den von Israel annektierten Ostteil als Hauptstadt ihres künftigen Staates.

US-Medien nannten es bemerkenswert, dass Netanyahu zu dem Gespräch eigens in den Trump Tower kam. Isrels Premier hält sich im Rahmen der Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York auf. Laut "Haaretz" dauerte das Treffen mit Trump fast 90 Minuten, das mit Clinton etwa eine Stunde.

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