21.09.2016 15:55 |

Alarmierende Zahlen

Pro Wirt landen jährlich 4 Tonnen Essen im Müll

Das Wegwerfen von Lebensmitteln ist in der Gastronomie nach wie vor ein heikles Thema. Die Zahlen einer aktuellen Studie sind alarmierend: 4,4 Tonnen vermeidbare Abfälle werden jährlich pro Gastbetrieb in Tirol entsorgt. Verbesserungsvorschläge gab‘s gestern auf der Fafga.

Ein genüssliches Abendessen in seinem Lieblingsrestaurant genießen und sich dabei jeden einzelnen Gang auf der Zunge zergehen lassen - eine Beschäftigung, der viele Tiroler so einiges abgewinnen können. Doch es kommt auch vor, dass die Speisen - aus welchen Gründen auch immer - nicht bis zum letzten Bissen verzehrt werden. Die Folge? Die Essensreste landen im Müll. "Das Einsparungspotenzial ist in öffentlichen Verpflegungsstätten enorm. Um die 5000 Euro werden jährlich pro Gastbetrieb in Österreich weggeworfen", verdeutlicht LHStv Ingrid Felipe.

Tiroler zeigen positive Einstellung zu Maßnahmen

Um hilfreiche Maßnahmen erstellen zu können, ist auch die Meinung der Konsumenten wichtig. Daher hat die Initiative "United Against Waste" (UWA) eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen eine positive Einstellung zu Maßnahmen, die zur Reduktion des Lebensmittelabfalles beitragen. So geben etwa 82 Prozent der Befragten an, ihre Essensreste für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen zu wollen - vorausgesetzt, diese Möglichkeit wird vom Gastronomiebetrieb angeboten und eine angemessene Verpackung wird zur Verfügung gestellt. 89 Prozent hingegen haben Verständnis dafür, wenn gegen Ende der Öffnungszeiten nicht mehr alle Speisen verfügbar sind, während sich 55 Prozent wünschen, dass die Wahlmöglichkeit hinsichtlich Portionsgrößen- und Beilagenzusammenstellung ausgebaut wird.

Neues Beratungsprogramm

Als Hilfestellung für jene Betriebe, die zusätzlich zu den Kundenerwartungen eine individuelle Begleitung im Sinne der Kostenoptimierung in Anspruch nehmen möchten, haben das Land Tirol und die WK Tirol mit "Küchenprofi[t]" lanciert. Dabei führt ein professioneller Koch direkt vor Ort eine Analyse durch. 50 Prozent der Kosten werden vom Land und der WK Tirol übernommen, der Selbstbehalt beträgt 960 Euro. Details unter: www.united-against-waste.at

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