Sa, 23. Juni 2018

3600 Euro Strafe:

06.09.2016 09:56

Urteil gegen Pograpscher!

Ein steirischer Wirt bedrängte eine junge Kellnerin sexuell! Das Gericht fällte jetzt ein aufsehenerregendes Urteil: Drei Monate Haft und 3600 Euro Strafe.

Im Namen der Republik", Pograpschen ist kein Kavaliersdelikt! Ein Gericht hat dieses Aufsehen erregende Urteil gesprochen. Quasi mit Brief und Siegel der Justiz ist ein Wirt, Weststeirer, bereits einschlägig vorbestraft, verurteilt worden: drei Monate Haft bedingt, 3600 Euro Strafe muss der Mann zahlen.

Chef "vergriff" sich regelmäßig
Zerbrechlich und zart ist die junge Kellnerin, und sie hat offensichtlich ein Martyrium hinter sich. Regelmäßig "vergriff" sich der Chef, bis die Frau zusammenbrach, psychisch. Aber es dauerte noch ein Zeit’l, bis sie sich dazu durchrang, Hilfe zu suchen. Ja, es ist halt noch immer so, Opfer (jeglicher) Gewalt scheuen lange davor zurück, ihre Peiniger anzuzeigen. Aber einmal geht jedes Häferl über, die Frau erstattete Anzeige. Polizeiliche Vernehmung, der Chef war geständig, "wirklich schlimm" fand er sein Tun und Handeln aber nicht.

Drei Monate bedingte Haft
Das Gericht sah’s anders: Weil einschlägig vorbestraft, drei Monate Haft, bedingt. Im Strafverfahren, dem sich die Serviererin mit Hilfe der AK als Privatbeteiligte anschloss, wurden, wie’s im Justiz-Deutsch so schön heißt, 1000 Euro "Teil-Schadenersatz" zugesprochen. Und außergerichtlich einigte man sich auf weitere 2600 Euro Schadenersatz, für "erlittene persönliche Beeinträchtigung."

Kein Kavaliersdelikt!
AK-Rechtsexpertin Verena Stiboller: "Keine Situation, kein Lebensumstand rechtfertigt, dass sich eine Frau Derartiges gefallen lassen muss. Damit ist klargestellt, dass jede Form sexueller Belästigung kein Kavaliersdelikt ist, sondern strafrechtlich relevant." Und AK-Präsident Josef Pesserl ergänzt: Gerichtsverfahren sind für Betroffene extrem belastend, wichtig wäre, dass auf betrieblicher Ebene präventive Maßnahmen getroffen werden, damit so was nicht passiert"

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