Mo, 10. Dezember 2018

Mediaset vs. Vivendi

24.08.2016 09:29

Berlusconi-Firma zerrt Franzosen vor Gericht

Der Berlusconi-Konzern Mediaset will den Verkauf seiner Pay-TV-Sparte an den französischen Medienriesen Vivendi wegen einer Verzögerung nun juristisch durchsetzen. Mediasets Mutterkonzern Fininvest reichte bei einem Mailänder Gericht eine Forderung nach Schadenersatz in Höhe von 570 Millionen Euro ein, teilte Fininvest mit.

Dieser Betrag würde den Schäden entsprechen, die Mediaset wegen der Verzögerung bei der im April abgeschlossenen Vereinbarung erlitten haben. Fininvest klagte über einen Rückgang bei den Mediaset-Aktien infolge des Bruchs mit Vivendi. Fininvest forderte vom Mailänder Gericht Initiativen, um Vivendi zur Umsetzung der Vereinigung zu zwingen.

Mediaset hatte im Juli mitgeteilt, Vivendi sei nicht mehr an der gesamten Pay-TV-Sparte "Premium" interessiert. Stattdessen wollten die Franzosen nur noch 20 Prozent des Bereichs übernehmen und über eine Wandelanleihe mit 15 Prozent bei Mediaset einsteigen.

Zuvor hatte es einem Insider zufolge Unstimmigkeiten über den Preis für die defizitäre Abteilung gegeben. So habe Vivendi-Chef Vincent Bollore eine Reduzierung des Kaufpreises verlangt, weil er der Meinung sei, die Sparte sei die ursprünglich vereinbarten 800 Millionen Euro nicht wert. Der 64-jährige Großunternehmer will eine europäische Mediengruppe aufbauen.

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