Mi, 22. August 2018

Endgültig geklärt

18.08.2016 15:00

Ötzis Kleidung stammte von fünf Tierarten

Wissenschaftler am Forschungsinstitut EURAC in Bozen haben erstmals genau bestimmen können, von welchen Tierarten die Kleidung der Jahrtausende alten Eismumie Ötzi stammt. Demnach wurden für Mütze und Co. mindestens fünf verschiedene Tierarten verwendet. Am 19. September jährt sich Ötzis Fund zum 25. Mal.

Die Mütze aus Bärenfell und Ötzis Köcher, in dem er Pfeile transportierte, seien aus Rehleder. Das deute darauf hin, dass der Mann aus dem Eis einst auch Wildtiere jagte und nicht nur mit der Viehhaltung beschäftigt war, schreibt das Forscherteam um Niall O'Sullivan im Fachjournal "Scientific Reports".

Die Kleidung des Eismumie wurde schon mehrmals untersucht, jedoch gab es immer wieder unterschiedliche Angaben, aus welchen Materialen sie genau ist. "Es gab vorher zum Teil kontroverse Ergebnisse - zum Beispiel, was die Mütze (im Bild rechts) betrifft - die wir nun endgültig klären konnten", sagt Albert Zink von der Eismannforschungsstelle am EURAC. "Das Neue ist, dass wir die Tierarten nun genau bestimmen konnten."

Mantel aus Ziegen- und Schafhaut gefertigt
Die Forscher fanden nun zudem heraus, dass der Mantel aus einer Kombination aus Ziegen- und Schafhaut gefertigt wurde. Ötzis "Leggings" wiederum setzen sich aus Ziegenleder zusammen. Eine Probe vom Lendenschurz deutet entgegen der bisherigen Annahme auf Schaf-und nicht auf Ziegenleder hin. Und seine Schuhe schnürte er mit Rind - und nicht Bärenleder zu, so die Wissenschaftler.

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