TV-Richter Hold:

“Die Islamisten wollen unsere Religion vernichten”

Ausland
29.07.2016 16:20

Mit dem brutalen Mord an einem 84-jährigen Priester in Nordfrankreich am Dienstag hat sich der Terror in Europa jetzt auch gezielt gegen Christen gerichtet. Der bekannte deutsche TV-Richter Alexander Hold sieht die Ereignisse als Folge einer "falschen Auffassung von Toleranz und Menschlichkeit" und spricht eine Warnung aus: "Die Islamisten wollen nicht nur ihrer eigenen Religion den Weg ebnen, sie wollen unsere Religion vernichten. Unsere Toleranz verhöhnen diese Mörder!" Er ruft die Politik zum Handeln auf: "Abgelehnte Flüchtlinge müssen das Land schnell wieder verlassen."

Der gelernte Jurist Hold äußert sich immer wieder zu politischen Tagesthemen, denn er ist Kandidat der Freien Wähler für die Wahl des deutschen Bundespräsidenten am 12. Februar 2017.

Wie der 54-Jährige am Freitag in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung schreibt, gehe es darum, die auf dem Christentum basierende Kultur, "die Basis unseres Wertesystems", mit aller Macht zu verteidigen. "Bevor Extremisten unser Zusammenleben in den Grundfesten erschüttern, müssen wir klarmachen, dass nicht allein der Staat, sondern die ganze Gesellschaft wehrhaft ist." Denn unsere gegenwärtige Toleranz würde die IS-Mörder verhöhnen.

"Kein Bleiberecht für Flüchtlinge ohne Identität" 
Daher müsse man laut Hold klarer und schneller dafür sorgen, "dass Flüchtlinge, die mit einer feindlichen Gesinnung gegen unseren Rechtsstaat hier ankommen, nicht von ihm profitieren und nicht hier bleiben können. Wir müssen Flüchtlingen, die nicht einmal bereit sind, an der Aufklärung ihrer Identität mitzuwirken, klarmachen, dass sie so niemals ein dauerhaftes Bleiberecht erreichen."

Wartende Flüchtlinge in Berlin im Jahr 2016 (Bild: AP)
Wartende Flüchtlinge in Berlin im Jahr 2016

Klare Botschaft an Erdogan-Anhänger
Auch gegenüber dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und seinen Anhängern in Deutschland findet Hold klare Worte: "Wer es gutheißt, mal eben die UN-Menschenrechtskonvention außer Kraft zu setzen oder die Todesstrafe wieder einzuführen, der will auch einen radikalen Staat samt Islamisierung, der aber nicht auf dem Boden unseres Grundgesetzes steht. Solch ein Verhalten ist ein Fall für den Verfassungsschutz. Denn solche Menschen setzen sich dem Verdacht aus, türkische Politik nach Deutschland übertragen zu wollen."

Schwarzer: "Islamismus ist Faschismus unserer Zeit"
Auch die streitbare deutsche Frauenrechtlerin Alice Schwarzer äußerte sich in der Vergangenheit wiederholt negativ über die Integrationspolitik und warnte ebenfalls vor den Auswirkungen einer "falschen Toleranz": "Der Islamismus ist der Faschismus unserer Zeit", sagte die 73-Jährige im Mai in einer TV-Talkrunde. 

Alice Schwarzer kritisiert die deutsche Integrationspolitik. (Bild: APA/dpa)
Alice Schwarzer kritisiert die deutsche Integrationspolitik.

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