29.07.2016 10:00 |

"Krone"-Ombudsfrau

200 € für Parken vor ehemaliger Zielpunkt-Filiale

Das Abstellen eines Fahrzeugs auf Parkplätzen von ehemaligen Zielpunkt-Filialen kann ganz schön teuer sein. Diese Erfahrung musste ein Leser in Graz unlängst machen. 200 Euro fordert eine Firma aus Niederösterreich für die "Besitzstörung" von ihm. Und das ist offenbar kein Einzelfall...

Nikolaus B. war gerade auf dem Weg in die Arbeit, als bei seinem Auto die Öl-Kontrolllampe aufleuchtete. Um im dichten Frühverkehr niemanden zu behindern, fuhr er auf leeren Parkplatz der aufgelassenen Zielpunkt-Filiale in Graz-Seiersberg. Danach nahm er die Öffis um rechtzeitig zu einem Termin zu kommen. "Vom Büro aus habe ich meine Werkstatt verständigt, die mein Auto am Nachmittag abgeschleppt hat", schildert der Steirer. Zu diesem Zeitpunkt war bereits ein Brief wegen der Besitzstörung hinter den Scheibenwischern hinterlassen worden. Darin wird von der Firma BSG Büroservice Guntramsdorf die Bezahlung von 200 Euro binnen fünf Tagen gefordert. Ansonsten werde Klage eingebracht.

Herr B. ist nicht allein. Ein Anrainer der seit Monaten außer Betrieb stehenden Supermarktfiliale gibt an, dass täglich mehrere Fahrzeuge auf dem Parkplatz abgestellt werden. "In der Gegend herrscht Parkplatzmangel, daher wird der Platz gerne genutzt", so seine Erklärung. Mehrmals täglich käme jemand vorbei, um Fotos zu machen und die "Strafzettel" zu hinterlegen. Die Ombudsfrau hätte von der Firma BSG Büroservice Guntramsdorf gerne gewusst, warum hier so rigoros vorgegangen wird. Immerhin stehen die Parkplätze seit Monaten ungenutzt leer. Wäre es nicht fairer, Parkgebühren zu verlangen, anstatt abzustrafen? Bisher haben wir nur Schweigen geerntet. Aber das sagt manchmal mehr als tausend Worte...

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