Terror-Führungskrise
Führendes Al-Kaida- Mitglied festgenommen
Suaidi habe sich in einem Privathaus verschanzt gehabt, wo er Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilde einsetzen wollte, sagte der irakische Sicherheitsberater. Hinweise auf Suaidis Aufenthaltsort erhielten die irakischen Behörden nach dem Tod des jordanischen Top-Terroristen Abu Mussab al-Zarkawi, der am 7. Juni bei einem US-Luftangriff getötet wurde. Das Terrornetzwerk leide nun unter einer "schweren Führungskrise".
Suaidi stehe in der Rangfolge direkt hinter Abu Ayyub al-Masri. Al -Masri war nach dem Tod von Zarqawi zu dessen Nachfolger bestimmt worden.
US-Rückzug verzögert sich
Mittlerweile ist am Wochenende der schrittweise Rückzug der USA aus der militärischen Verantwortung im Irak ins Stocken geraten. In letzter Minute verzögerte sich die Übergabe des militärischen Kommandos über die neue irakische Armee an die Regierung in Bagdad. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki forderte eine größere Unabhängigkeit vom US-Militär. Über die Formulierung eines Dokuments, das die künftige Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften regeln soll, sei noch keine Einigkeit erzielt worden, hieß es am Sonntag aus Kreisen des irakischen Verteidigungsministeriums. Die Iraker verlangten volle Kontrolle und Entscheidungsfreiheit über ihre Armee.
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