01.09.2006 21:10 |

Pentagon-Report

3.400 Zivilisten tot - "kein Bürgerkrieg"

Die US-Regierung hat die jüngste Zuspitzung der Gewalt im Irak beklagt, sieht aber weiterhin keinen Bürgerkrieg in dem Land. In seinem regelmäßigen Bericht „zur Lage des Irak“ musste das Pentagon dem amerikanischen Kongress diesmal mitteilen, dass im Juni 1.600 und im Juli sogar 1.800 Zivilisten Opfer von Todesschwadronen und Terroristen geworden sind. In 90 Prozent der Fälle seien die ingesamt 3.400 Zivilisten kaltblütig im Stil von Exekutionen umgebracht worden.

Insgesamt sei die Zahl der Opfer unter den Zivilisten in den vergangenen drei Monaten um 51 Prozent gestiegen und die Zahl der Attacken um 15 Prozent, heißt es in dem Bericht zur Lage im Irak, den das Pentagon alle drei Monate für den Kongress erstellen muss.

Tausende Opfer – Pentagon beharrt auf „kein Bürgerkrieg“
Die wachsende sektiererische Gewalt wirke sich auf alle „Maßnahmen der Stabilität, des Wiederaufbaus und des Übergangs zur Demokratie aus“. Das Pentagon fährt fort, dass im Irak Bedingungen herrschten, die zu einem Bürgerkrieg führen könnten, aber eine solche Entwicklung ließe sich verhindern.

Derzeit könne noch nicht von einem Bürgerkrieg die Rede sein. Im Lexikon ist das Wort „Bürgerkrieg“ wie folgt definiert: „Ein Bürgerkrieg ist ein bewaffneter Konflikt, der zwischen Gruppen innerhalb eines Landes (häufig unter Einmischung ausländischer Mächte) stattfindet.“