Zum Prozess in Ried erschien der falsche Akademiker, der zwar die achte Klasse eines Gymnasiums besucht hatte, aber keinen Maturaabschluss besitzt, ohne Verteidiger. Gerichtserfahrung hat er ja: War er doch bereits in Linz zu sechs Monaten bedingt verurteilt worden, weil er sich einen Job erschlichen hatte.
Unbeeindruckt davon hat er sich als Projektmanager bei KTM in Mattighofen anwerben lassen und sich als Absolvent der Unis in Linz und Salzburg ausgegeben.
Wieder ohne dramatische Folgen: Der 36-Jährige wurde wegen Urkundenfälschung zu zwei Monaten bedingt (nicht rechtskräftig) verurteilt. „Er hat die gleiche Leistung erbracht wie ein Akademiker“, so der Richter. KTM sieht das anders, muss aber 14.000 Euro, die man ihm mehr bezahlt hat als einem Nicht-Akademiker am Zivilrechtsweg einklagen.
Foto: Andi Schiel
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