So, 20. Jänner 2019

Fragen an Stadträtin

20.06.2016 06:04

Woher kommt das ganze Geld für die Flüchtlinge?

So als Steuerzahler, in Österreich geboren, heterosexuell, hat man kaum die Möglichkeit, mit Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger direkt zu kommunizieren. Dabei hätten viele Wiener vieles zu sagen. Wir haben deshalb drei Kommentare von krone.at an die Politikerin weitergeleitet. Drei Fragen, drei Antwortversuche.

Leserkommentar 1: Habe gestern drei Frauen beim Spaziergang beobachtet, sie kamen aus einem Asylquartier, und ihre Kleidung war Burka-ähnlich, nur ohne Gesichtsschleier. Ich frage mich, wie solche Personen jemals integrierbar sein sollen. Glaubt irgendwer, dass diese Frauen jemals einer Arbeit nachgehen werden? Sie werden ewig unsere Unterstützung brauchen.
Sandra Frauenberger: "Nein, glaube ich nicht. Wir haben für Frauen mit Asylberechtigung einen siebenwöchigen Kompetenzkurs im AMS, darüber hinaus ist ihre Versorgung, die bedarfsorientierte Mindestsicherung, gekoppelt an das Absolvieren von Sprachmaßnahmen. Und es gibt noch das Frauencollege."

Leserkommentar 2: Die Stadt wird zunehmend verslummen, immer mehr Arbeitslose und weniger Arbeitsplätze. Man wird alle, die kommen wollen, dankbar als künftige Wähler aufnehmen.
Frauenberger: "Dankbar als Wähler aufnehmen? Wir haben jetzt schon ein großes Demokratieproblem. Wir haben Bezirke, in denen ein Viertel der Bevölkerung nicht an Wahlen teilnehmen kann. Und ich glaube, die Partizipation ist ein ganz wesentliches Element für die Integration."

Leserkommentar 3: Woher nehmen wir das ganze Geld, wenn diejenigen, die den Topf plündern, nicht einbezahlt haben oder es je tun werden. Gibt es schon einen Fonds für Vergewaltigungsopfer, Witwen erstochener Polizisten, Hinterbliebene von Terroropfern? Sind österreichische Steuergelder ein Give-away für beliebige Menschen?
Frauenberger: "Nein, einmal für den Fonds, und Nein für das Give-away. Wir haben ein System, in das man einzahlt und dann etwas herausbekommt. Unser Ziel muss es sein, dafür zu sorgen, dass die Menschen möglichst rasch in das System einzahlen können. Sie brauchen Deutschkurse und Jobs."

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