Sein Solo-Debüt „Justified“ hat vor nunmehr vier Jahren eingeschlagen, wie eine Bombe und trat in den USA einen riesigen Hype um die Figur Timberlake los. Die Zahl der Hutträger in den Danceclubs verhundertfachte sich und die „Beatbox“ – Schlagzeug mit Mund und Händen – war auf einmal wieder in Mode.
„Justified“ verkaufte sich weltweit Millionen Male und brachte dem damals 23-Jährigen sogar einen Grammy ein. Und trotzdem: Das musikalische Medienecho zum Superstar Justin hält sich in Grenzen. Das mag vielleicht daran liegen, dass ihm Paparazzis und Gerüchteköchler einfach keine Ruhe lassen – allerdings hat er sich durch eine längst vergangene Beziehung mit Pop-Tante Britney Spears auch irgendwie selbst in die Klatschspalten manövriert. Egal. Momentan ist er voll und ganz ein Musiker und mit seiner neuen Single „Sexy Back“, die auch bei uns schon seit Wochen die Tanzflächen zum Brodeln bringt, sorgt er wieder in in den Plattenläden für Gesprächsstoff.
Die Promotionmaschinerie für sein neues Album „Future Sex / Love Sounds“, das ab 8. September in den CD-Regalen auf Entnahme wartet, läuft auf Hochtouren. Und was wir bis jetzt davon hören konnten, spricht Bände. Mister Timberlake hat sich jenseits seiner Basis weiterentwickelt und seinen höchsteigenen Stil, den er nicht zuletzt auch mit der Hilfe von einschlägig bekannten Produzenten wie Rick Rubin oder Will.I.Am kreierte, erneut um ein paar Facetten erweitert. Auf „Future Sex / Love Sounds“ geben sich Latin-Percussions und Funkbässe der 70er-Jahre im R’n’B-Äther die Klinke in die Hand. Nicht nur das: Es befindet sich sogar eine für ihn absolut untypische Klavier-Ballade in der Manier einer Alicia Keys unter den Tracks. Aber wie gesagt, wir konnten noch nicht alles hören...
In Paris trafen wir Justin höchstpersönlich. In einer netten Hotelsuite in der Innenstadt empfängt uns ein trotz Interview-Stress zu Witzen aufgelegter, ungefähr 1,75 großer Kerl – in seinen Videos sieht er größer aus... – mit den Worten: „Hi, I’m Robbie Williams!“ Haha. Aber man merkt: Er hat verdammt Lust über Musik zu sprechen, über das was er im letzten Jahr im Studio getrieben hat und wie „Future Sex / Love Sounds“ entstanden ist.
Im Interview, das du in ungekürzter Fassung über die Infobox rechts oben erreichst, rechnet Justin auch mit dem ewigen Thema „Nipplegate“ ab und erzählt, wie er im Süden der USA in einer Gegend ohne Kabelfernsehen und Internet aufwuchs. Und auch zum Irak-Krieg und seiner persönlichen Front im Kampf mit den Paparazzis, der manchmal gar keiner ist, sagt er, was Sache ist.
Christoph Andert
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