Vier Tage vor dem Weihnachtsfest hatte der Innviertler Zündler zugeschlagen: beim Anwesen von Michael Thurnberger (48) in St. Veit, im Hof von Waltraud Kasinger (48) in Altheim und im Stadl von Rosa und Franz Grinzinger (47) in Moosbach. In der Neujahrsnacht war dann der Stadl der Pensionistin Maria Weber in Altheim in Flammen aufgegangen und kurz darauf ein Verdächtiger gestellt worden: Dieser 41-jährige Frühpensionist, der sich für seine Nichtaufnahme bei der Feuerwehr hatte rächen wollen, gestand aber nur diese eine Brandlegung.
Spuk geht weiter
Nun geht der Spuk weiter: Ob Weihnachtszündler oder neuer Einzeltäter - er dürfte jedenfalls Freitag früh gegen 3 Uhr Stroh im Stadl der Landwirte Maria (34) und Ferdinand Stockhammer (39) in Polling in Brand gesteckt haben, nur knapp zwei Kilometer vom allerersten Tatort entfernt. „Ich bin durch den Brandlärm wach geworden, die meisten unserer sechzig Kühe haben wir retten können, drei Kälber sind aber im niedergebrannten Stall umgekommen“, erzählt Ferdinand Stockhammer. 150 Feuerwehrleute konnten eine Maschinenhalle und das Wohngebäude retten.
Weder Kriminaltechniker noch Feuerspürhund konnten im Brandschutt Spuren finden. Genau wie bei den Weihnachtsbrandlegungen hatte der Täter von der Straße her leichten Zugang zum Stadl, starker Regen schwemmte alle Spuren des Feuerteufels weg.
Foto: FF Altheim
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