Verkauf nicht fix

Zittern um Amag bis Jahresende

So gut wie, aber noch nicht wirklich perfekt ist der Verkauf der Amag in Ranshofen. Die Haupteigentümer Klaus Hammerer und Constantia haben sich grundsätzlich auf den Deal geeinigt, über die Bühne gehen kann er aber erst gegen Jahresende. Bis dahin müssen die Betroffenen weiter zittern.

LH Josef Pühringer, der am Freitag von Konzernsprecher Hanno Bestlein vom 40-Prozent-Eigentümer Constantia Details erfuhr, ist zuversichtlich: „Er hat mir versichert, dass man zielstrebig an einer Lösung arbeite, die für den Standort Ranshofen eine Weiterentwicklung und einen Ausbau bringen werde.“ Ein „Memorandum of Understanding“ und ein „Letter of Intent“ wurden gemeinsam mit Amag-Chef Klaus Hammerer, der ebenfalls 40 Prozent besitzt, unterzeichnet, für den letztendlichen Vertrag braucht es aber noch Verhandlungen.

Sie sind für AK-Präsident Johann Kalliauer, den „Vater“ der Amag-Mitarbeiterstiftung, die 20-Prozent-Eigentümer ist, der springende Punkt: „In den letzten Monaten war es immer ein Auf und Ab. Ich glaube an eine Einigung erst, wenn sie komplett ist.“ Mit Stiftung und Belegschaft sei bisher nicht geredet worden. Das soll in der kommenden Woche geschehen.

Bekanntlich wollte der Betriebsrat die Stiftungsanteile verkaufen, die Constantia hat kein Kaufinteresse, bietet aber eine Sonderdividende und verstärkte Mitspracherechte. Kalliauer zeigt sich gesprächsbereit, Pühringer hofft „nach der Verpolitisierung“ nun auf „vernünftige Verhandlungen“. Am wichtigsten sei die Standort-Garantie für den „oberösterreichischen Leitbetrieb“.

 

 

Foto: rubra

Donnerstag, 24. Juni 2021
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