Unruhen im Kongo
Erster Einsatz für EU-Truppe im Kongo
Die Kämpfe waren am Montagabend nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Präsidentenwahl vom 30. Juli ausgebrochen.
Die Hilfsaktion für die Botschafter war der erste offizielle Einsatz der europäischen Einheit EUFOR, die unter Führung der deutschen Bundeswehr steht und der auch auch drei österreichische Stabsoffiziere angehören.
Diplomaten von Präsidentengarde angegriffen
Eine spanische Kompanie hatte gemeinsam mit einer Kompanie der UN-Truppen die Diplomaten aus einer umkämpften Zone der Hauptstadt in Sicherheit gebracht. Die Botschafter seien bei einer Unterredung im Haus von Vize-Präsident Jean-Pierre Bemba von der Präsidentengarde beschossen worden und hätten um Hilfe gebeten, hieß es.
Bei den Kämpfen kamen mindestens 25 Menschen ums Leben. Bembas Helikopter wurde in Brand geschossen. Die belgische Fluggesellschaft SN Brussels Airlines strich wegen der Gefechte ihre Flüge von Brüssel nach Kinshasa.
Informationsminister greift Vizepräsident an
Der kongolesische Informationsminister Henri Mova Sakanyi machte Bembas Anhänger für die Kämpfe in Kinshasa verantwortlich. "Alles hat damit angefangen, dass eine Zone geschaffen wurde, zu der die Ordnungskräfte keinen Zugang hatten, und mit der Verschleppung zweier Mitglieder der Republikanischen Garde auf das Gelände der Privatresidenz von Bemba", sagte Mova am Montagabend. Um die Ordnung wiederherzustellen, mussten die Sicherheitskräfte laut Bemba eingreifen und auf "alle provokanten Handlungen" reagieren.
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