Mi, 19. September 2018

Drei Jahre Haft

02.06.2016 17:03

Raub, weil Geld für Koks fehlte!

Mit einer Mütze vor dem Gesicht stürmte Anfang April ein 27-Jährige in die Lkw-Tankstelle "AP Trading" in Brixlegg und bedrohte die Kassiererin mit einer Schreckschusspistole. Doch ein zufällig anwesender Kollege der Frau schlug den Räuber mit einer Weinflasche in die Flucht. Donnerstag wurde der Mann verurteilt.

"Ich habe den Überfall im ersten Moment gar nicht ernst genommen, denn der Mann hatte die Mütze komplett schief auf und zitterte am ganzen Körper", erinnerte sich die bedrohte Tankstellen-Mitarbeitern Donnerstag am Innsbrucker Landesgericht. Sie habe auch Zweifel an der Echtheit der Waffe gehabt. Ohne Beute machte sich der Unterländer dann rasch wieder auf und davon.

"Hirnrissige Aktion"

Wenige Tage später klicken aber schon die Handschellen. "Es war eine hirnrissige Aktion. Aber meine finanzielle Lage war katastrophal. Ich hatte die Räumungsklage zu Hause liegen, hatte Schulden, keinen Cent am Konto und konnte mir kein Koks mehr kaufen", zeigte sich der zuvor noch Unbescholtene voll geständig und entschuldigte sich unter Tränen im Verhandlungssaal beim Opfer. Dass die Tat unüberlegt war, zeigt auch, dass der 27-Jährigen kurz vor dem Überfall ein Taxi in die Nähe der Tankstelle beorderte, um schnell flüchten zu können.

Der Schöffensenat verurteilte den Angeklagten, der bei seinem Arbeitgeber als äußerst fleißig gilt und seine Drogensucht verbergen konnte, zu drei Jahren Haft. Zwei davon wurden bedingt nachgesehen. Der Unterländer könnte dadurch das eine Jahr durchaus mit einer Fußfessel "absitzen". Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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