Mo, 24. September 2018

Test in Sydney

02.06.2016 11:56

Ablenkung Handy: Boden-Ampeln sollen Leben retten

Sydney will Smartphone-Nutzer, die zu Fuß im Straßenverkehr unterwegs sind und ständig auf ihr Handy starren, künftig besser vor Unfällen schützen: Im Finanzdistrikt der australischen Metropole sollen an fünf Kreuzungen Boden-Ampeln erprobt werden. Das kündigte der Verkehrsminister des Bundesstaats New South Wales, Duncan Gay, an.

Für den sechsmonatigen Test werden 250.000 australische Dollar (162.000 Euro) veranschlagt. Die Ampeln sollen ab Dezember funktionsfähig sein.

Die australischen Behörden sind alarmiert, weil die Zahl der schweren bis tödlichen Verkehrsunfälle zuletzt stark anstieg. Im Bundesstaat New South Wales kamen im vergangenen Jahr 61 Fußgänger ums Leben - fast doppelt so viele wie 2014. In diesem Jahr sind es bereits 31 Tote, fünf mehr als im Vergleichszeitraum 2015.

Augsburg testet Boden-Ampeln bereits
Abgelenkte Smartphone-Nutzer sind freilich kein australisches Phänomen. Noch vor Sydney hat die bayerische Stadt Augsburg die erste Boden-Ampel eingeführt. Es handelt sich um in den Asphalt eingelassene LEDs, die aktuell an einer Straßenbahnstation erprobt werden.

Und auch in China versucht man, abgelenkte Handynutzer vor gröberen Unfällen zu schützen. Dort testet man allerdings keine Boden-Ampeln, sondern eigene Handystreifen am Gehsteig. In den USA denkt man sogar über Bußgelder für abgelenkte Handynutzer nach.

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