Völlig verängstigt
Eltern sperrten Bub stundenlang ein
Ausland
14.08.2006 22:27
Eltern sollen ihren zwölfjährigen Sohn in Aachen stundenlang in einem engen, dunklen Abstellraum eingesperrt haben. Sie verließen die Wohnung und ließen das weinende Kind zurück. Nachbarn alarmierten die Polizei. Die Beamten kletterten durch ein Fenster in die Wohnung und befreiten das völlig verängstigte Kind aus dem nur einen Quadratmeter kleinen Raum. Der Bub wurde nach Polizeiangaben in eine Pflegefamilie gebracht. Gegen die Eltern wird ermittelt.
Nach ersten Erkenntnissen war der Bub mindestens drei Stunden lang eingesperrt. Er hatte nichts zu essen und nichts zu trinken. Nachbarn hatten das Wimmern aus der Wohnung bemerkt und Alarm geschlagen.
Da niemand Zuhause war, stiegen die Polizisten durch ein Fenster ein. Eine ärztliche Untersuchung ergab keine körperliche Misshandlung des Buben. Auf Grund von Zeugenaussagen ging die Polizei aber davon aus, dass das Kind nicht das erste Mal eingesperrt worden war.
Die Beamten hinterließen dem 36-jährigen Elternpaar die Aufforderung, sich bei der Polizei zu melden. Dem kamen sie zunächst nicht nach. Gegen die Eltern wurde ein Strafverfahren wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Verletzung der Fürsorgepflicht eingeleitet.
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