Pfingsten steht vor der Tür - und damit eines der verkehrsreichsten Wochenenden des Jahres! Der langersehnte Kurzurlaub im Süden wird wohl daher auch heuer wieder für viele Tiroler im Stau oder zumindest mit Schneckentempo beginnen. Verstärkt wird die Blechlawine durch den Ferienstart in zwei deutschen Bundesländern. Die Polizei kündigt strenge Kontrollen an!
Langes Wochenende für alle, Ferienbeginn bei unseren bayerischen Nachbarn und in Baden-Württemberg: Zigtausende wird es dieser Tage wieder in den Süden ziehen. Doch bevor Lazise, Jesolo & Co. und das dortige südliche Flair genossen werden können, ist Geduld gefragt. Ein Chaos auf den Tiroler Hauptverkehrsrouten ist Experten zufolge trotz der schlechten Wetterprognosen programmiert!
Kritische Baustellenbereiche zweispurig
Stoßstange an Stoßstange heißt es wohl wieder auf der Inntal- und in weiterer Folge auf der A13 Brennerautobahn. Die Asfinag hat jedenfalls wieder Vorkehrungen getroffen und dafür gesorgt, dass die meisten kritischen Baustellenbereiche zweispurig passierbar sind. Klassischer Hotspot wird einmal mehr die Mautstelle Schönberg sein. "Am Pfingstwochenende sind wieder alle 26 Spuren offen. Freitag wird ab dem Nachmittag und dann bis in die Abendstunden einiges los sein. Dann wieder ab Samstag, pünktlich 4 Uhr Früh. Da kann man Jahr für Jahr die Uhr danach stellen", erklärt Mautstellen-Chef Rudolf Nagele.
180.000 Autos rollen auf Mautner zu
Obwohl auch schon im vergangenen Jahr das Wetter nicht so mitspielte, wurden trotzdem rund 175.000 Fahrzeuge gezählt. Und auch heuer werden wieder in Spitzenzeiten pro Stunde und Fahrtrichtung im Schnitt 3000, alles in allem von Freitag bis Montag an die 180.000 Gefährte abgefertigt. Mit Verzögerungen muss also gerechnet werden. Tipp des Experten: "Im Vorfeld der Reise können Urlauber via Internet schon ein Mautticket kaufen und dann bequem eine der Videomautspuren nutzen."
Nur im Schritttempo wird es auch am Fernpass vorwärts gehen. Bereits vor dem Grenztunnel Füssen und folglich vor dem Lermooser Tunnel sind Blockabfertigungen so sicher wie das Amen im Gebet. Weitere kritische Hotspots: Die Loferer Straße ab Wörgl und der Felbertauern in Osttirol.
Bilanz: Drei Todesopfer und Hunderte Verletzte
Wo viel Verkehr, dort leider auch zahlreiche Unfälle. Laut Verkehrsclub Österreich forderte der Pfingstverkehr in Tirol in den vergangenen fünf Jahren 323 Verletzte und drei Todesopfer - im Vorjahr gab es 34 Verletzte und einen Toten.
Um Zwischenfälle möglichst zu vermeiden, wird die Polizei am Wochenende präsenter sein. Im Visier: Temposünder, Abstandsmuffel und Alko-Lenker!
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