Toller Erfolg

Oberösterreich dampft allen davon!

„Für uns ist das derzeitige Wetter ideal!“ Im Gegensatz zur Sonne strahlt Roland Pichlbauer. Und das von einem Ohr bis zum anderen, was beim Landeskultur-PR-Mann aber nicht überrascht, erweist sich doch die Landesausstellung „Kohle und Dampf“ in Ampflwang als wahrer Publikumsmagnet.

So kamen allein am vergangenen Mittwoch mehr als 3000 Besucher. Was allerdings kein Rekordergebnis war. Denn der wurde am Pfingstmontag, dem 5. Juni, aufgestellt - da strömten 3625 Gäste auf das Areal. An diesem Tag waren wir aber wirklich an den Grenzen der Kapazitäten, so Pichlbauer. Insgesamt zählte man seit der Eröffnung am 6. Mai über 165.000 Gäste! „Ein toller Erfolg“, lächelt auch Reinhold Kräter von der Landeskulturdirektion, der noch hohe Ziele hat: „Ich hoffe, dass wir die 300.000-Besucher-Grenze wieder knacken.“ Wie vor zwei Jahren bei der Grenzenlos-Ausstellung in Aspach, Reichersberg, Schärding und Passau. „Die haben wir gemeinsam mit Bayern durchgeführt, deshalb muss man die Besucherzahl differenziert sehen“, erklärt Kräter. Nachsatz: „Als Einzelveranstaltung ist ,Kohle und Dampf´ daher sehr, sehr gut unterwegs.“

Was den Erfolg deutlich unterstreicht: Das steirische Pendant Wege zur Gesundheit läuft seit 29. Mai - und verzeichnete bislang nur rund 40.000 Besucher. Tirols Die Zukunft der Natur wollten letztes Jahr gar nur 82.424 Gäste sehen.

Ausstellungen mit Eventcharakter
Schon in den vergangenen Jahren waren die Ausstellungen im Land ob der Enns stets Publikumsrenner  im Gegensatz zu jenen in anderen Bundesländern. Sind die Oberösterreicher interessierter? „Möglich“, sagt Tourismus-Lady Elisabeth Kierner, „aber vor allem liegt´s wohl daran, dass wir nicht einfach eine Ausstellung anbieten - sondern eine mit Eventcharakter.“

Professionelles Netzwerk
Ins selbe Horn stößt Roland Pichlbauer: „Wir schnüren für den Besucher ein komplettes Paket, sodass er neben der Ausstellung auch die weiteren Schönheiten der Region genießen und den Tag sinnvoll nützen kann.“ Weshalb etwa eigene Zug-Packages in Kooperation mit den ÖBB genauso angeboten werden wie spezielle Menüs mit diversen Wirten vor Ort. „Wir haben einfach ein professionelles Netzwerk - und das schon seit Jahren“, weiß Kierner.

Und so werden sich die zwölf Millionen Euro, die für Kohle und Dampf budgetiert sind, auch bald amortisieren. Pichlbauer: „Es gibt Studien, die besagen, dass jeder investierte Euro über die Wertschöpfung der Region bis zum Fünffachen wieder retour kommt.“ Na, dann ist das Hausruckviertel ja bald eine echte Schatzkammer…

 

 

Foto: Chris Koller

Dienstag, 11. Mai 2021
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