Der Trend ist ungebrochen: Die Preise fürs Wohnen in Innsbruck stiegen auch im Vorjahr an. Bei Neubauten konkret um 6,7 Prozent, seit 2005 um 73,2 Prozent! Das ergibt der Marktbericht der "prochecked immobilien OG". Für die Studie wurden 1304 tatsächliche Wohnungsverkäufe in allen Stadtvierteln untersucht.
Die Marktstudie "Wohnen und Wirtschaften in Innsbruck" erscheint bereits zum elften Mal - und fast immer (Ausnahme 2009) ging der Preis nach oben. "Mit mehr als 1300 Transaktionen werteten wir um 9 Prozent mehr aus als im Vorjahr", erklärt Michael Kugler von der "prochecked immobilien OG".
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick
- Der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter Wohnnutzfläche bei einer Neubauwohnung lag im Jahr 2015 bei 4468 Euro (mit einer 70-Quadratmeter-Wohnung ist die 300.000-Euro-Schallmauer also bereits gesprengt). Das entspricht einer Steigerung um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Steigerung um 73,2 Prozent innerhalb von elf Jahren seit Beginn dieser Datenerhebung.
- Der Durchschnittspreis bei einer gebrauchten Wohnung lag im Jahr 2015 bei 3206 Euro/m². Das entspricht einer Steigerung um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Steigerung um 55,6 Prozent innerhalb von elf Jahren.
- 91 Prozent der Käufer sind Österreicher. 5,2 Prozent italienische (auch Südtirol) und 2,2 Prozent deutsche Staatsbürger.
- Der höchste Durchschnittspreis bei einer Neubauwohnung lag im Jahre 2015 im Stadtteil St. Nikolaus-Mariahilf mit stolzen 6246 Euro/m²!
Experte fordert Maßnahmen
Wie könnte man gegensteuern? Kugler fordert eine höhere Baudichte, Grundsteuer auf unbebautes Bauland und ein Vorziehen der Erschließungsgebühr. Und: 400 Wohnungen im Erstverkauf (realer Durschnitt pro Jahr) seien einfach zu wenig.
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