Dauer-Ärger

¿Baustelle bringt uns noch um¿

Oberösterreich
11.08.2006 16:38
„Diese Dauerbaustelle bringt uns wirtschaftlich noch um“, stöhnen Geschäftsleute an der Wiener Straße in Linz. Erst litten sie unter dem Bau der Mini-U-Bahn, seit dem Vorjahr wird zwischen Unionkreuzung und Bulgariplatz an der zukünftigen „Flaniermeile Wiener Straße“ gearbeitet. Dadurch sind kaum Parkplätze zu finden - Straßen und Zufahrten sind gesperrt oder werden umgeleitet.

Sechs Wochen Bauzeit hätten es sein sollen, doch seit am 10. Juli die Bauarbeiten für die zweite Etappe der „Flaniermeile Wiener Straße“ begonnen haben, ging nicht viel weiter. Oft wird unmittelbar neben den Hausmauern der Geschäfte gearbeitet. Mit dem Auto hat man daher fast keine Chance, einen Parkplatz zu finden: mit ein Grund, warum sich viele Kunden andere Geschäfte suchen.

Bis zu 30 Prozent Umsatzeinbußen
„Diese Baustellenkatastrophe verursacht bis zu 30 Prozent Umsatzeinbußen“, berichtet Wolfgang Freudenthaler, Sprecher des Vereins Einkaufsviertel Wiener Straße, eine Interessensgemeinschaft von 30 Betrieben. Zum einen verzögert häufig der Regen die Arbeiten, dann gab´s auch noch einen Baustop wegen einer neuen Bäckerei. „Wir mussten die Verlegung von Leitungen vorziehen, hätten wir das erst nach dem Straßenbau gemacht, wäre die Straße später wieder aufgerissen worden“, erklärt der grüne Verkehrsstadtrat Jürgen Himmelbauer. Jetzt wurden die Arbeiten wieder aufgenommen, doch schon gibt es ein neues Problem: Der nächste Stopp steht vor der Tür. Denn wenn die gepflasterten Parkplätze fertig gestellt

sind und Asphaltierungsarbeiten beginnen könnten, macht die Asphaltfirma Urlaub. Laut Plan sollen die Arbeiten dennoch Ende Oktober abgeschlossen sein…

 

 

Foto: Horst Einöder

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