Fälschung
Van-Gogh-Gemälde vermutlich gefälscht
Die britische Organisation ArtWatch UK will mehrere Hinweise auf eine Fälschung entdeckt haben. Ihr Leiter Michael Daley sagte: "Es hat alle Kennzeichen eines Bildes, das nachbereitet wurde, um es einem Van Gogh ähneln zu lassen." Zuvor hatten auch schon andere Experten Zweifel angemeldet. Der Van-Gogh-Biograph Tim Hilton sagte: "Das Bild ist nicht überzeugend für einen Van Gogh dieser Zeit. Aber wer immer es gemalt hat, war jemand mit Talent."
Als Hinweise auf eine Fälschung wird unter anderem gewertet, dass das Bild heller und ausgearbeiteter ist als andere Van Goghs, die zu dieser Zeit entstanden, und ein anderes Format (33 mal 40 Zentimeter) habe als die sonstigen Porträts des niederländischen Malers. Nach Angaben der "Sunday Times" sind einige Experten der Meinung, dass es unten abgeschnitten wurde, um die ursprüngliche Signatur zu entfernen. Außerdem werde "Kopf eines Mannes" in keinem einzigen Brief Van Goghs (1853-1890) erwähnt.
Der Direktor der National Gallery of Victoria, Gerard Vaughan, geht trotzdem weiterhin von der Echtheit des Bildes aus. "Wenn es ein falscher Van Gogh ist - was ich bestreite, was aber behauptet wird - verliert dieses Stück Leinwand all seinen Wert", sagte Vaughan dem Sender ABC. "Letztlich muss man aber seiner eigenen Kenntnis vertrauen und seiner Fähigkeit zum Urteil über die Qualität eines Gemäldes."
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