Rekordhitzewelle

New York ruft erstmals Notstand wegen Hitze aus

Ausland
02.08.2006 08:17
Erstmals in der Geschichte der Stadt hat New York den Notstand wegen einer Hitzewelle ausgerufen. Die hohen Temperaturen seien "ernsthaft lebensgefährlich", sagte Bürgermeister Bloomberg am Dienstag. Die Stadt rief alle Bewohner zum Stromsparen auf. Wer "absichtlich" diese Anweisung missachte und zum Beispiel die Klimaanlage auch bei Abwesenheit laufen lasse, müsse mit einer Anzeige rechnen.

Die Stadt richtete 338 klimatisierte Zentren für alte Menschen ein. Die Schwimmbäder mussten ihre Öffnungszeiten verlängern, um auch nach Feierabend Abkühlung bieten zu können. Die Maßnahmen sollen bis Freitag in Kraft bleiben. Die Wetterdienste hatten für New York Temperaturen um die 38 Grad vorhergesagt.

Im westlichen Bundesstaat Kalifornien waren in den vergangenen Wochen 136 Menschen an den Folgen einer Rekordhitzewelle gestorben. In Chicago mussten am Montag mehrere hundert alte Menschen aus ihren Häusern evakuiert werden, weil das Elektrizitätsnetz teilweise zusammengebrochen war. Etwa 20.000 Menschen waren von der Stromversorgung abgeschnitten. 

Im vergangenen Monat war auch in New York im Stadtteil Queens mehr als eine Woche lang der Strom wegen Überlastung des Netzes ausgefallen.

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