Wirt erschlagen

Mordverdächtiger bezweifelt DNA-Spuren

Oberösterreich
22.07.2006 17:21

„Das kann´s nicht geben, das muss man noch einmal genauer anschauen“, zweifelt der Lambacher Mordverdächtige Jürgen H. (36) an den DNA-Beweisen, die an seinen Händen gefunden wurden: Blut vom erschlagenen Gastwirt Josef Muhr (68), den der leugnende Häftling als seinen besten Freund bezeichnet.

Es gilt die Unschuldsvermutung, doch die Indizien- und Beweiskette wird immer länger. 200 Euro Schulden in einem Sexklub sollen das Mordmotiv gewesen sein: Der klamme Baggerfahrer hatte der ungeduldigen Bordellchefin versichert, seine Zeche noch in der Tatnacht zu zahlen. „Nur, damit´s eine Ruhe gibt“, sagt er nun im Gefängnis. Er hätte das Geld vom Bankomat und nicht vom Gastwirt holen wollen: „Der hätt´s mir aber auch jederzeit freiwillig gegeben, denn das war ja mein bester Freund.“ Den er weder angepumpt noch erschlagen und ausgeraubt hätte. 

H. beteuert, dass er von Muhr zur Tatzeit am Tatort weder Geld erbeuten noch ausleihen wollte: „Ich hätte schon am nächsten Tag bei einem Pfusch genug verdient, um meine Schulden zahlen zu können.“ Er habe bei seinem Freund nur ein Glas getrunken und sei dann heimgegangen. Dafür hat er aber kein Alibi, weil er allein lebt.

 

 

Foto: SID

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