Asylplätze

Was kommt nach der Wahl auf Tirols Gemeinden zu?

Tirol
26.02.2016 15:50

6231 an der Zahl - so viele Asylwerber sind aktuell in Tirol untergebracht, über die Hälfte davon in Innsbruck und im Bezirk Innsbruck-Land. In anderen Regionen gibt es indes noch einiges an Aufholbedarf. Schon bald soll sich aber in der einen oder anderen Gemeinde einiges tun. Nämlich dann, wenn die Wahl geschlagen ist!

"Ab sofort geht es nicht mehr um die Quote, sondern um die Qualität in den Themen Sicherheit, Organisation und Integration. Innsbruck hat seinen Beitrag zur Bewältigung der Asylkrise erfüllt", hieß es in der Vorwoche von Seiten der Innsbrucker Stadtregierung.

Die Zahlen geben ihr wohl recht: Aktuell (Stand mitte der Woche) sind in der Landeshauptstadt 2263 Asylwerber untergebracht - das entspricht hinsichtlich der Einwohnerzahl einer Quote von rund 1,8 Prozent. Ganz anders sieht es da in den anderen Tiroler Bezirken aus. Dort pendeln die Quoten derzeit zwischen mageren 0,4 (Bezirk Kitzbühel) und 0,9 Prozent (Außerfern).

Aktuell fehlt es an fast 800 Asylplätzen

In ganz Tirol leben dieser Tage 6231 Asylwerber - die Quote sei damit zu 88 Prozent erfüllt. Heißt im Umkehrschluss: aktuell fehlt es an fast 800 Asylplätzen.

In absoluten Zahlen kommt neben der Landeshauptstadt der Bezirk Innsbruck-Land (1195) auf die meisten Asylwerber. Zusammen erreicht man überhaupt fast 56 Prozent! Es folgen die Bezirke Kufstein (702), Schwaz (514), Imst (474), Lienz (316), Reutte (282), Landeck (260) und schließlich noch Kitzbühel (225).

Wie sieht’s in den heimischen Orten aus? In etwa 180 der 279 Gemeinden leben aktuell keine Asylwerber. Diese Zahl könnte jedoch bald gehörig sinken - aber wohl erst nach dem Wahlsonntag.

Mit vorgehaltener Hand

Nicht zufrieden mit der Verteilung der Asylwerber ist LR Christine Baur (Grüne): "Es gibt Aufholbedarf." Die Wahl hätte zuletzt freilich eine Rolle gespielt. Tut sich danach was? "Mir wurde hinter vorgehaltener Hand einiges versprochen."

Eine gewisse Vorahnung hat auch FP-Landesparteichef Markus Abwerzger: "Ich bin überzeugt, dass nach dem 28. Februar viele Gemeinden mit Asylwerbern beglückt werden."

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Tirol



Kostenlose Spiele