Irak-Truppen

Britische Soldaten dürfen Vollbart tragen

Ausland
11.07.2006 12:55
Die britische Armee hat bei ihrem Einsatz in Afghanistan mit einer mehr als hundert Jahre alten Tradition gebrochen. Erstmals dürfen sich Soldaten einen Vollbart wachsen lassen. Die britischen Militärs könnten sich auf diese Weise im Umgang mit Einheimischen "mehr Respekt" verschaffen, meint das Verteidigungsministerium. Bisher war Armeeangehörigen in der Regel nur ein Schnurrbart erlaubt.

"Bei Männern, die sehr eng mit den Menschen in Afghanistan zusammenarbeiten, hat sich herausgestellt, dass ein Bart ein sehr gutes Mittel ist, um Vertrauen zu gewinnen", sagte ein Ministeriumssprecher. Deshalb würden die britischen Soldaten in der südafghanischen Provinz Helmand sogar dazu ermuntert, auf die Rasur zu verzichten. Nach dem Ende des Einsatzes müssen sie den Bart aber wieder abnehmen.

Rumsfeld in Kabul
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist Dienstag früh zu einem überraschenden Besuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingetroffen. Er will sich dort über die in den letzten Tagen und Wochen eskalierende Gewalt sowie die Pläne der NATO informieren, die Militäroperationen im Süden des Landes mit Monatsende von den Koalitionstruppen zu übernehmen.

Der Grund für seinen Besuch in Afghanistan sei, so Rumsfeld gegenüber Journalisten, "unsere strategische Partnerschaft zu stärken und einige der Themen durchzubesprechen, die sich mit der stärker werdenden Rolle der NATO im Land ergeben".

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