Für den verhafteten Baggerfahrer Jürgen H. (38) aus Stadl-Paura gilt die Unschuldsvermutung. „Nein, das hat er nicht getan“, meint die Lebensgefährtin des geschiedenen Familienvaters, obwohl dieser schon indirekt einen Toten auf dem Gewissen hat: Der notorische Einbrecher hatte einem 18-jährigen Lehrling einen erbeuteten Revolver überlassen, mit dem sich der Bursch beim „Russischen Roulette“ erschoss.
U-Häftling leugnet
Aber den Raubmord leugnet nun der U-Häftling, obwohl ihn Zeugen, Tatortspuren und eine ganze Indizienkette schwerst belasten: H. war Freitag von der Wirtin des „Club 15“ angerufen und aufgefordert worden, seine Zech- und Sexschulden zu bezahlen. Die 300 Euro wollte er sich offenbar vom Freund seines Vaters ausborgen, der oft Geld verlieh. Doch Muhr gab sich diesmal zugeknöpft, hielt dem Bittsteller eine Moralpredigt: „Tu endlich einmal g´scheit, schau dich endlich um einen g´scheiten Job um“, hörte die Wirtin Anna Sammer (76) noch, ehe sie die beiden Freunde allein ließ. Ehe der Streit ums Geld, der Kampf auf Leben und Tod begann.
Das Opfer wurde mit einem Sesselbein erschlagen, der Tatverdächtige nur leicht verletzt. Er warf seine blutbespritzte Kleidung in die Traun: DNA-Analysen sollen nun den Fall klären.
Foto: Tom Leitner
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