„Wir sind auf alles vorbereitet, denn auf solch einer Reise muss man auch auf unliebsame Überraschungen eingestellt sein“, sagt Kapitän Dieter Gamsjäger. Gefährliche Strömungen, zahllose Schleusen, dichter Schiffsverkehr und Millionen Stechmücken im Donaudelta. „Wenn fünf Männer sechs Wochen auf engstem Raum leben müssen, sind Spannungen unausweichlich“, sagt Gamsjäger. Der 48-jährige Lehrer an der Hallstätter Holz-HTL weiß, wovon er spricht: Am Tag genau vor 30 Jahren fuhr er beim letzten Trip eines Salz-„Mutzen“ mit.
Das zwei Tonnen schwere, 15 Meter lange und 2,40 Meter breite Schiff wurde in 900 Arbeitsstunden aus Fichten- und Lärchenholz detailgetreu nachgebaut. Mit Dieter und seinem Sohn Philipp Gamsjäger legen sich Günther Hofinger, Klaus Seethaler und Johann Pichler in die Ruder.
Eine abenteuerliche Reise auf historischen Spuren. In alten Dokumenten ist nach zu lesen, dass 1688 noch 1235 „Mutzen“ das weiße Gold aus Hallstatt zuerst traunabwärts bis zur Mündung und dann auf der Donau bis zum Schwarzen Meer transportierten.
Foto: Chris Koller
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