Di, 21. Mai 2019
29.01.2016 16:31

Sinai-Absturz

Brachte EgyptAir-Mechaniker Bombe in Flugzeug?

Ein Mechaniker der Fluggesellschaft EgyptAir wird Insidern zufolge verdächtigt, eine Bombe an Bord des im Oktober abgestürzten russischen Passagierflugzeugs gebracht zu haben. Die Maschine stürzte kurz nach dem Start in Sharm el-Sheikh auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel ab, alle 224 Insassen kamen ums Leben.

Sowohl das ägyptische Innenministerium als auch der Sicherheitschef der EgyptAir erklärten, es sei niemand festgenommen worden. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, der Mechaniker, ein Gepäckarbeiter, der ihm geholfen habe, und zwei Flughafen-Polizisten seien inhaftiert worden.

Der Mechaniker hat den Insidern zufolge einen Cousin bei der Extremistenmiliz Islamischer Staat in Syrien. Über diesen habe der IS den Sprengsatz in einer Tasche an den Mechaniker geliefert. "Ihm wurde gesagt, er solle keine Fragen stellen, sondern nur die Bombe an Bord des Flugzeugs bringen", sagte einer der Informanten. Ein anderer Insider sagte, die Polizisten würden verdächtigt, bei der Aktion weggesehen zu haben. Es sei aber auch möglich, dass sie lediglich ihre Arbeit nicht korrekt gemacht hätten. Bisher sei keiner der vier angeklagt worden, hieß es.

IS-Bombe brachte Passagiermaschine zum Absturz
Russland und auch westliche Staaten gehen seit Längerem davon aus, dass die Maschine der Fluggesellschaft MetroJet durch einen Bombenanschlag zum Absturz gebracht wurde. Der IS veröffentlichte in seinem Online-Magazin ein Foto, das den Sprengsatz zeigen soll, der das Flugzeug zerfetzt habe. Ägypten hat offiziell bisher immer erklärt, es gebe keine eindeutigen Beweise dafür, die Ermittlungen dauerten an. Bei einer Bestätigung, dass es ein Anschlag war, könnten auf Ägypten immense Schadenersatzforderungen der Hinterbliebenen der Opfer zukommen.

Lesen Sie auch:

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Helden sterben nie“
So trauert die Sportwelt um F1-Legende Niki Lauda
Formel 1
Opposition tobt
Sobotka: Sondersitzung erst nach EU-Wahl
Österreich

Newsletter