Mi, 22. Mai 2019
27.01.2016 16:41

Kärnten kann's:

Die Videokamera ist in der Pille

Kolonoskopie ist unangenehm. Die Dickdarm-Untersuchung schmerzt, ist peinlich, teuer. Ein Kärntner arbeitet in Norwegen an einem Weg, die Prozedur zu vereinfachen. Der Patient schluckt eine Kamera-Pille, die zwölf Stunden lang filmt. Dank Michael Rieglers Algorithmen spürt ein Programm schnell Anomalien auf.

Sein erstes Auslandsstipendium führte Michael Regler nach Delft (NL), wo er sich mit Bildmengen und Bildsuche im Internet befasste. Der Krebstod seiner Großmutter machte ihm aber kar, dass es Wichtigeres gibt, als Fotos von Autos oder Katzen. Er schwenkte auf die Medizin um.

Derzeit arbeitet er in Norwegen an einem Projekt, das übliche Kolonoskopie zu ersetzen soll: "Wir forschen gemeinsam mit der Uni Oslo und weltweit führenden Kliniken wie der Mayo-Klinik."

Ziel: die Darmspiegelungen vereinfachen. Das soll eine Kamera, die der Patient schluckt und die zwölf Stunden lang das Darminnere filmt. Diese Daten sendet der Patient per Handy an ein Zentrum, das die Daten auswertet. Weil kein Arzt so lange Videos ansehen kann, entwickelte Riegler ein Verfahren, das aus der Datenmenge nur relevante Informationen herauspickt. "Big Data" - jene enorme Datenmenge die Patienten gleichzeitig ans Datenzentrum schicken, würde jeden Server überlasten. Daher muss genau selektiert werden.

Der Kärntner Computer-Wissenschafter: "Ursprünglich kam ich für ein dreimonatiges Praktikum hierher, dann bot man mir diese Stelle an." Bis zum Sommer arbeitet Riegler in Oslo außerdem an seinem Doktortitel. Wofür andere bis zu drei Jahre brauchen, wird er in der Hälfte der Zeit schaffen.

"Ich bin auch schon für ein erweitertes Forschungsprojekt vorgesehen!" Also, "Alt Godt" (Alles Gute)!

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