Firmengeheimnisse
Coca-Cola-Spionage-Fall kommt vor Gericht
Der 41-jährigen Sekretärin Joya Williams und ihren beiden mutmaßlichen Komplizen Ibrahim Dimson (30 Jahre) und Edmund Duhaney (43 Jahre) drohen nun bis zu zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar (rund 196.000 Euro). Williams war in der vergangenen Woche gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden. Dimson und Duhaney befinden sich weiter in Haft.
Angebot an Konkurrent Pepsi
Die drei boten Pepsi den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge in einem Brief zunächst sehr detaillierte und vertrauliche Informationen an. Pepsi jedoch ging nicht auf das Angebot ein, sondern informierte Coca-Cola über den Vorgang. "Wettbewerb kann hart sein, aber er muss fair bleiben", erklärte Pepsi sein Vorgehen. Coca-Cola alarmierte die Bundespolizei FBI, die den Tatverdächtigen mit verdeckten Ermittlern auf die Spur kam.
Überwachungskameras filmten der Staatsanwaltschaft zufolge, wie die 41-jährige Sekretärin an ihrem Schreibtisch Dokumente durchwühlte und in ihre Tasche stopfte. Außerdem wurde sie dabei beobachtet, wie sie ein Behältnis mit einer Flüssigkeit einsteckte. Die Behörden stellten später fest, das es sich dabei um eine echte Probe handelte.
Betrüger fielen auf verdeckte Ermittler herein
Die Betrüger verkauften den FBI-Ermittlern zunächst 14 Seiten hochgeheimer Dokumente für 10.000 Dollar. Dann einigten sie sich auf den Verkauf der streng geheimen Kostprobe für 75.000 Dollar. Die Polizei nahm die drei schließlich fest, als sie für 1,5 Millionen Dollar den Verkauf weiterer Betriebsgeheimnisse vereinbaren wollten. Coca-Cola-Chef Neville Isdell zollte Pepsi in einer Mitteilung an die Belegschaft große Anerkennung dafür, dass er Coca-Cola alarmierte.
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