16.01.2016 13:15 |

Bangen um Ehepaar

Zwei Australier in Burkina Faso entführt

Entgegen ersten Informationen sind im Norden von Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali zwei Australier - und nicht zwei Österreicher - entführt worden. Wie die "Krone" erfuhr, dürfte es aufgrund der ähnlichen englischen Bezeichnung - Austria und Australia - zur Verwechslung gekommen sein.

Die beiden Australier wurden laut dem burkinischen Sicherheitsministerium im Norden nahe an der Grenze zu Mali entführt, in der Region Baraboule. Demnach handelt es sich um einen Arzt und seine Frau.

In der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou läuft seit Freitagabend ein Anti-Terror-Einsatz, nachdem zwei Hotels und ein Café von einem Al-Kaida-Ableger angegriffen worden waren. Davon sollen laut Außenamt keine Österreicher direkt betroffen sein. Ob ein Zusammenhang mit den Entführungen besteht, ist bislang unklar.

"Wir dürfen das Hotel nicht verlassen"
Ein Salzburger aus Neumarkt am Wallersee, der für die Hilfsorganisation "Licht für die Welt" eine Augenklinik im Land aufgebaut hat und sich derzeit in Ouagadougou in einem nicht betroffenen Hotel aufhält, sagte den "Salzburger Nachrichten": "Wir dürfen das Hotel nicht verlassen." Er verfolge die Ereignisse im Fernsehen mit, er wolle am Montag nach Wien zurückfliegen. Laut Außenministerium halten sich derzeit rund 20 Österreicher in Ouagadougou auf.

Burkina Faso galt bisher als relativ sicheres Land. In Mali dagegen sind vor allem im nördlichen Sahara-Gebiet radikale Islamisten aktiv. In Mali ist Österreich an der EU-Trainingsmission (EUTM) mit sieben Bundesheer-Soldaten beteiligt. Burkina Faso ist ein Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Die Austrian Development Agency (ADA) unterhält ein Büro in Ouagadougou.

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