Laut Statistik werden in Linz jährlich etwa 1500 Handys zur Diebsbeute, österreichweit fast 26.500. So wurden erst vor einer Woche in Linz acht Buben (9 bis 15 Jahre alt) ausgeforscht, die profimäßig Handys aus Umkleidekabinen stahlen.
15.000 Handys pro Tag in Großritannien gestohlen
Der Diebstahl von Mobiltelefonen ist aber ein weltweites Dilemma, weil er die Kriminalstatistik nach oben treibt. So werden beispielsweise in Großbritannien monatlich 15.000 Handys gestohlen oder geraubt. Im Kampf gegen solche Kriminelle schickt die niederländische Polizei an gestohlene Handys SMS-Bomben (24 Stunden lang alle drei Minuten) mit dem Text: „Dieses Handy ist gestohlen. Kauf und Verkauf sind verboten. Geben Sie das Gerät bei der Polizei ab!“
Nur SIM-Karte des Besitzers darf benützt werden
Wirksamer könnte da eine neue Software sein, die vom indischen Unternehmen Micro Technologies entwickelt wurde: Das „Lost Mobile Tracking System“ (LMTS) wird auf kompatiblen Smartphones installiert und wacht darüber, dass nur die SIM-Karte des Besitzers in dem betroffenen Gerät verwendet wird. Dazu loggt sich das System nicht nur in das GSM-Netz ein, sondern gleicht die SIM-Informationen auch mit jenen Daten ab, die auf dem MicroLMTS-Server des Unternehmens gespeichert sind. Wird ein so gesichertes Handy gestohlen und - was meist der Fall ist - die SIM-Karte gewechselt, registriert das der Server und schickt, unbemerkt vom Dieb, eine E-Mail oder SMS an den eigentlichen Besitzer des Handys. Darin sind die aktuelle Telefonnummer und der ungefähre Standort des entwendeten Mobiltelefons enthalten.
Dieses „Suchsystem für verlorene Handys“ funktioniert auf Nokia-, Panasonic- und Samsung-Geräten. Mehr Details dazu finden Interessenten unter nebenstehendem Link.
Symbolfoto: Reinhard Holl
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